Den Verbrauchern soll vor dem Kauf ein Licht aufgehen

Von: Antje Uhlenbrock
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Aachen. Welche ist die Hellste? Nicht nur darum geht es beim Lichter-Kauf. „Das Leben wird komplizierter. Selbst die Auswahl einer Glühbirne wird zur Wissenschaft“, erklärt Jutta Reimnitz, Leiterin der Verbraucherzentrale in Aachen.

Die EU hat der herkömmlichen Glühlampe von 2009 bis 2012 nach und nach den Garaus gemacht. Jetzt heißt es: energieeffizient beleuchten. Aber womit?

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bringt Licht ins Dunkel – mit einer Daueraktion: „Licht richtig auswählen!“. Dazu gehört ein kleines kostenloses Info-Heftchen samt Einkaufs-Checkliste. „Den Menschen ist nicht klar: Wonach muss ich suchen. Das Heft hilft ihnen – man kann es ganz wunderbar zum Lichter-Kauf in die Tasche stecken“, so Maria Feldhaus, Energieberaterin bei der Aachener Verbraucherzentrale.

Entscheidend ist, in welchem Raum das Licht leuchten soll. LEDs passen etwa gut in das Kinderzimmer: Sie sind bruchfest und quecksilberfrei.

Im Esszimmer ist eine Halogenlampe die richtige Wahl. Denn sie hat eine gute Farbwiedergabe. Die Lichtfarbe steht als Ra-Wert auf der Verpackung. Sie misst die naturgetreue Wiedergabe von Farbtönen. Je höher der Wert, desto besser die Farbwiedergabe. Unter 80 – das Maximum ist 100 – sollte er nicht liegen. Die Halogenlampe kommt auf 95 bis 100. Das entspricht in etwa dem Tageslicht.

Volle Leuchtkraft

„Im Treppenhaus braucht man die volle Leuchtkraft direkt. Daher sollte dort eher keine Energiesparlampe eingesetzt werden“, erklärt Hans Winnen, Obermeister der Elektroinnung Aachen. In Wohnräumen halten sich die Hausbewohner länger auf. Dort kann das Licht ruhig langsam heller werden. Die Helligkeit einer Lampe wird nicht mehr in Watt, sondern Lumen angegeben. 400 Lumen entsprechen 40 Watt. Je höher der Lumenwert, desto heller das Licht.

Zum Preis: „Ich empfehle den Verbrauchern, bei der Stiftung Warentest reinzuschauen. LED-Leuchten sind in der Anschaffung teuer, haben aber eine hohe Lebendauer. Zwischen den Marken gibt es Unterschiede bei Qualität und Preis. Der Verbraucher sollte nicht blind zum billigsten Produkt greifen“, so Feldhaus. LEDs spenden bis zu 20 000 Stunden Licht, Energiesparlampen zwischen 5000 und 15 000, Halogenlampen etwa 2000 Stunden. Und es verliert die von vielen Deutschen heiß geliebte Glühbirne mit nur 1000 Stunden Leuchtkraft.

Dimmbarkeit spielt eine Rolle

Auch die Dimmbarkeit und Schalthäufigkeit spielen beim Lichter-Kauf eine Rolle – mehr dazu im kostenlosen Heft „Licht richtig auswählen!“ bei der Verbraucherzentrale, AachenMünchner-Platz 6. Die Öffnungszeiten lauten: montags bis donnerstags von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 19 Uhr, dienstags und freitags von 10 bis 16 Uhr.

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