Aachen - Den Sozialraumteams fehlt Verstärkung

Den Sozialraumteams fehlt Verstärkung

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:
Kann die 18 neuen Stellen nich
Kann die 18 neuen Stellen nicht vor Herbst besetzen: Brigitte Drews von den Sozialen Hilfen.

Aachen. Die Kosten für die Hilfen zur Erziehung laufen den Verantwortlichen davon. Schon wieder müssen Millionen nachgelegt werden. Das Personal, um die Familien in Notlagen zu betreuen, rennt dem Jugendamt aber keineswegs die Bude ein.

Im letzten Jahr hatte die Politik eine Aufstockung der dafür eingerichteten Sozialraumteams beschlossen. 59 statt 41 Stellen sind eingerichtet. Sie zu besetzen ist das Problem, dem sich Brigitte Drews, Leiterin der Abteilung Soziale Dienste und Jugendpflege, stellen muss. „Es ist eine Herausforderung”, sagt sie.

Das Ziel, die Stellen bis zum Herbst besetzt zu wissen, ist nur schwer zu erreichen. Zumal mehr als 18 Fachleute gesucht werden müssen. Denn Erstens sind die 18 neue Stellen nicht unbedingt Vollzeitstellen. Und zweitens werden längst vorhandene Stellen immer wieder durch Erkrankung oder Schwangerschaften frei und müssen neu besetzt werden. Wenigstens vorübergehend. „Im Moment haben wir eine große Rotation. Die hatten wir ewig nicht mehr”, erklärt Drews.

Das Problem: Die Anforderungen an die Bediensteten der Sozialraumteams sind hoch. Es müssen ausgebildete Sozialpädagogen mit Knowhow in Verwaltung und Recht sein. „Aber wir brauchen eben auch gestandene Persönlichkeiten”, sagt Drews, schließlich erleben die Mitarbeiter bei der Arbeit den Familien immer wieder verzwickte Situationen und schlimme Schicksale.

Beziehungsarbeit und Kontinuität seien da besonders wichtig, so Drews. Aber gerade die bleiben bei allzu großer Personalrotation auf der Strecke. „Und die meisten Mitarbeiter sind zwischen 48 und 64. Frisches Blut würde den Sozialraumteams gut tun”, erklärt die Abteilungsleiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend, Schule.

Der Bedarf nimmt also nicht ab. Das Problem der Stellenbesetzung nicht minder. „Frühestens im Herbst”, sagt Brigitte Drews deswegen, würden die offenen Stellen besetzt. „Und dann müssen die Kollegen auch noch eingearbeitet werden, bis sie richtig einsteigen”, fügt sie hinzu. Schnelle Ergebnisse dürfen durch den Ausbau der Sozialraumteams also nicht erwartet werden. Wenn er denn überhaupt nach Plan erfolgen kann.
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