Den Opfern des Rassenwahns Gesichter geben

Von: Nicolas Gaspers
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Mit Paul Celans Gedicht „Die Todesfuge” wurde jetzt im Rahmen der aktuellen Euriade die Ausstellung „Gegen das Vergessen, 65 Jahre Befreiung von Auschwitz” eröffnet, die bis kommenden Sonntag, 17. Oktober, in der Aula Carolina, Pontstraße zu sehen ist.

Jeder, der die Originalaufnahmen der Amerikaner bei der Befreiung des Konzentrationslagers gesehen hat, weiß, dass diese Eindrücke sich tief einprägen. Vor allem die Gesichter der Opfer brennen sich ins Gedächtnis. Auch Rafael Ramírez, einer der drei ausstellenden Künstler, stellt in seinen Bildern die Opfer des Holocausts dar. Aber die Art der Darstellung ist eine völlig andere.

Noch abstrakter hat Antonio Máro das Thema aufgegriffen. In seinen informellen Arbeiten hat er sich auf die Gefühle und Stimmungen der KZ-Insassen reduziert, die sich kraftvoll in den Farben und der Komposition niederschlagen. Sie hypnotisieren den Betrachter geradezu, zwingen ihn, sich in die Gefühlslage der Opfer zu versetzen.

Jorgen Polmann ist der dritte Künstler im Bunde. Der Fotograf war selbst vor einigen Jahren auf dem Gelände von Auschwitz. Auf seinen Fotos ist das KZ dokumentiert, wie man es heute vorfindet. Dennoch erzählen die Fotos die Geschichte nach. Die Enge der Räume und das Ausmaß der Anlage schaffen eine Vorstellung für die Umstände, die dort herrschten. Bedrückend ist die Atmosphäre, die aus den Panoramafotos strahlt.

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