Aachen - Demo vor Uniklinik: Tierschutzorganisation gegen RWTH-Tierversuche

Demo vor Uniklinik: Tierschutzorganisation gegen RWTH-Tierversuche

Von: jkü
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Aachen. Ein Aktivist der Tierschutzorganisation Peta, die mit Mauseohren kostümiert war, hat sich am Mittwoch von einer ebenfalls kostümierten Forscherin vor der Uniklinik der RWTH „quälen“ lassen.

Mit dieser Aktion fordert Peta die Aachener Hochschule auf, „Tierexperimente aus dem Lehrplan zu streichen und stattdessen eine zukunftsweisende Lehre zu praktizieren“, sagt Jana Fuhrmann von Peta. Die Aktion fand nur wenig Beachtung bei Mitarbeitern und Besuchern der Uniklinik.

Renate Kinny, Sprecherin der RWTH, sagte auf Anfrage unserer Zeitung: „Beim Umgang mit Tieren sind wir uns unserer Verantwortung bewusst und nehmen das Tierschutzgesetz sehr ernst.“ Jeder Tierversuch werde begründet und mit dem Tierschutzbeauftragten diskutiert.

Es sei im Interesse der Universität, die Zahl der Tierversuche zu reduzieren. Sie seien jedoch notwendig und ein „integraler Bestandteil der medizinischen und wissenschaftlichen Lehre und Forschung, ohne die es kein Grundlagenwissen über Behandlungsmethoden oder die Wirkung von Medikamenten gäbe“, sagte Kinny.

Aus der jüngsten Statistik der RWTH von 2014 geht hervor, dass insgesamt 23.894 Tiere an der medizinischen Fakultät der RWTH für Versuche und Forschung genutzt wurden. Davon waren 21.266 Mäuse, 2731 Ratten, 539 Fische, 239 Schweine, 111 Meerschweinchen, 95 Kaninchen und 203 andere Tiere. Dazu zählen Amphibien, Schafe, Vögel und Rinder. Insgesamt sind das 1290 Tiere mehr als zwei Jahre zuvor. Im Jahr 2012 waren es 23.894 Versuchstiere.

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