Dem Beispiel Jesu auf der Spur bleiben

Von: Kathrin Albrecht
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Abschlussfeier in der Propsteikirche St. Kornelius: Wegen des Regenwetters konnte die Heiligtumsfahrt in Kornelimünster nicht wie geplant unter freiem Himmel beendet werden. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Eigentlich hätte der erste Teil der Heiligtumsfahrt in Kornelimünster mit einer Abschlussfeier unter freiem Himmel und der Zeigung der drei salvatorischen Christusreliquien von der Galerie enden sollen. Doch dies fiel buchstäblich ins Wasser. Also verlegte man die Feier in die Propsteikirche St. Kornelius.

Die Abschlussandacht leitete Propst und Wallfahrtsleiter Ewald Vienken, begleitet von Mitgliedern der Ordensgemeinschaft der Benediktinerabtei Kornelimünster, angeführt von Abt Friedhelm Thissen. Begleitet von den Korneliusbläsern und einem Projektchor mit Sängerinnen und Sängern aus den Nachbargemeinden Nütheim und Schleckheim bot die voll besetzte Propsteikirche einen ebenso feierlichen Rahmen.

Schürz-, Grab- und Schweißtuch

In Kornelimünster werden das Schürztuch, das Grabtuch und das Schweißtuch Jesu verehrt. Es ist Ludwig dem Frommen, Nachfolger Karls des Großen, zu verdanken, dass die drei Heiligtümer, ursprünglich zum Aachener Reliquienschatz Karls des Großen gehörend, den Weg in die Indestadt fanden. Benediktiner berieten den Frankenherrscher, wie das Riesenreich in der Nachfolge Karls zu regieren sei. Die Reliquien sind eine Schenkung als Dank.

Als Zeugnisse der letzten Tage Jesu auf Erden bilden sie die heiligen drei Tage des Christentums ab – Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag. Als Zeichen des Dienstes und der Liebe, des Todes und der Erlösung, der Hoffnung und Auferstehung werden sie verehrt und als Zeugnisse dafür, dass Gott mit den Menschen mitgehe, durch Jesus Christus, wie Vienken in seiner Predigt erläuterte.

Bei der Zeigung der Heiligtümer versuchten viele, so gut wie möglich auf Tuchfühlung mit den Reliquien zu gehen. Anders als in Aachen werden alle Heiligtümer vollständig entfaltet, das Schweißtuch wird in Krankengottesdiensten den Gläubigen aufgelegt. In früheren Jahrhunderten brachten Pilger Spiegel mit, um sich für den Fall, dass sie nicht so gut an die Heiligtümer herankämen, zumindest ein Abbild der Reliquie als Andenken mit nach Hause zu nehmen.

Die Spiegel der Moderne kommen als Kameras und Smartphones daher, und nicht wenige zückten die modernen Helfer, um den Moment für die Ewigkeit festzuhalten. „In den vergangenen acht Tagen haben viele Pilger den Weg zu uns gefunden“, resümierte Vienken. Wie bei der vergangenen Heiligtumsfahrt vor sieben Jahren kooperierte man auch diesmal mit dem Domkapitel.

So eröffnete Weihbischof Karl Borsch die Heiligtumsfahrt in Kornelimünster, viele Pilger, unter anderem auch eine Schülergruppe am Tag der weiterführenden Schulen, starteten von hier aus ihre Wallfahrt in die Domstadt oder umgekehrt. Würdige Feiern seien es im Rahmen der Heiligtumsfahrt gewesen, das sei das Verdienst der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter gewesen, die der Gemeinde ein Gesicht gegeben hätten, dankte Vienken in seinen Schlussworten.

Ein besonderer Dank galt Gemeindereferent Adrian Reipen: „Ohne ihn wäre ich aufgeschmissen gewesen“, so Vienken. Er sei auch für den zweiten Teil der Heiligtumsfahrt, die vom 14. Bis zum 21. September mit der Kornelius-Oktav beginnt, sehr optimistisch, was das Gelingen der Wallfahrt angehe.

Den Pilgern wünschte Vienken, dass die Heiligtumsfahrt in Aachen und Kornelimünster ihnen helfe, auf der Spur zu bleiben, die Jesus mit seinem Beispiel vorgegeben habe.

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