Das Ziel: Mobilität modern denken

Von: Christopher Rudolph
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Eröffneten die neue Mobilitätsstation an Gut Kullen: von links Gisela Warmke, Rene Rademacher, Uwe Müller, Daniel Kern, Birgit Jansen, Janik Broo und Holger Filipowicz. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Umweltfreundlich und angenehm durch und in die Stadt zu kommen, ist nicht immer einfach. Um den Bürgerinnen und Bürgern die Mobilität zu erleichtern, wurde im Rahmen des europäischen „Civitas Dyn@mo“-Projektes, in dem es um nachhaltige Verkehrsentwicklung und um konkrete praktische Lösungen, wie man die Mobilität in Städten besser organisiert, geht.

Am Gewoge-Wohnstandort Gut Kullen wurde eine neue Mobilitätsstation eröffnet.

Die Gewährleistung von Mobilität steht dabei im Mittelpunkt: Es geht darum, sich schneller und kostengünstiger fortzubewegen, Staus zu umgehen, und die Parkplatzsuche zu erleichtern. Nebenbei tragen Mobilitätsstationen einen Teil dazu bei, die Luftqualität zu verbessern. In Aachen wurde die Station am Standort Gut Kullen in der Schurzelter Straße 535 eröffnet. Sie ist nach jenen in der Turpinstraße und der Rossstraße, die dritte ihrer Art.

Im Rahmen der Realisierung dieser Projekte arbeitet die Stadt mit wichtigen regionalen Partnern zusammen, um Standorte zu fördern. Das Ziel: „Alternativen für die Bevölkerung zu schaffen“, so Uwe Müller, Leiter des Verkehrsmanagements der Stadt Aachen. Die Mobilitätsstation in Gut Kullen wird unter anderem von der Aseag, der Stawag, der Gewoge AG und Cambio-Carsharing unterstützt.

Die Zusammenarbeit aller Beteiligten ist ein wichtiger Faktor für die Elektromobilität in Aachen und ermöglicht das Projekt überhaupt erst: Der Energieversorger Stawag ermöglicht die allgemein zugängliche Ladestation für Elektrofahrzeuge, welche mit 100 Prozent Ökostrom betrieben wird. Daniel Kern, Vertriebskoordinator bei der Stawag, stellt klar: „Dank unserem grünen Strom, den wir an den Ladesäulen zur Verfügung stellen, bieten wir eine CO2-neutrale Mobilität.“

Im Rahmen der Zusammenarbeit um die Mobilitätsstation bietet die Aseag zudem ein kostengünstiges Angebot für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, welches sich gut mit Car-Sharing und Fahrrad verbinden lässt: „Das Aseag-Ticket bildet mit Car-Sharing und Fahrrad die ideale Kombination für die Mobilität in Aachen. Wir hoffen, damit neue Nutzer unserer Aseag-Busse und im innerstädtischen Bahnverkehr gewinnen können“.

Der Car-Sharing Anbieter Cambio möchte seinen Teil zur Mobilitätsstation beitragen und die Mobilitätsfrage unter den Bewohnern in den Vordergrund rücken. Testphasen und Haushaltsumfragen bilden hierbei die Grundlage, um solche Projekte mitzugestalten und letztlich die Nachfrage solcher Standorte zu bemessen.

RWTH begleitet Projekt

Am neuen Standort lässt sich Car-Sharing laut Gisela Warmke, Geschäftsführerin von Cambio, „auch mit einem E-Mobil durchführen.“ Für die Bewohner des Standortes Gut Kullen sieht René Rademacher von der Gewoge es als wichtig an, „Anreize für die Mieter zu setzen“ und hat die Vision, so die Nachfrage nach konventionellen Pkw-Stellplätzen durch das Car-Sharing Angebot schließlich in klimafreundlichere Bahnen zu lenken.

Das Projekt an der Schurzelter Straße wird wissenschaftlich vom Lehrstuhl und dem Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr an der RWTH Aachen im Rahmen des europäischen „Civitas Dyn@mo“-Projektes begleitet und untersucht: Die Nutzung der Mobilitätsstation und mögliche Veränderungen des Mobilitätsverhaltens der Bewohner der Gewoge-Wohnanlage steht hierbei im Blickpunkt.

Müller sieht den Wohnstandort an der Schurzelter Straße als wichtigen Baustein des Gesamtprojektes und als Möglichkeit, der Bevölkerung „die Vielfalt der innerstädtischen Mobilität zu verdeutlichen und diese zu transportieren.“ Er legt es den Bürgerinnen und Bürgern nahe, solche Angebote zu nutzen, denn es sei „sehr beeindruckend geräuschlos, und klimafreundlich unterwegs zu sein.“

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