Aachen - „Das Vermächtnis“: Eine vertrackte Spurensuche

„Das Vermächtnis“: Eine vertrackte Spurensuche

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Auf Spurensuche zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Autorin Renata A. Thiele (r.) präsentier ihren neuen Krimi gemeinsam mit Renate Rüttgers (Mayersche Buchhandlung) und Michael Kuhn. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Ein altes Familiengeheimnis, eine tragische Liebegeschichte und ein verschollenes Gemälde: Das sind die Zutaten, mit denen die Autorin Renata A. Thiele ihren nunmehr dritten Roman „Das Vermächtnis – Alte Liebe – frische Spur“ zum Leben erweckt.

Die Protagonistin Nina Voss entführt die Leserschaft in eine Zeit, in der Standesdünkel und Traditionen das Leben vieler Menschen bestimmt haben. Über einen Zeitungsartikel erfährt die Stadtführerin und Hobby-Detektivin von dem alten Tagebuch eines Aachener Ingenieurs.

Historisches aus Aachen

Zwischen den Zeilen findet sie Hinweise auf ein verschwundenes Stillleben sowie auf alten Familienschmuck. Je tiefer sie gräbt, desto verworrener erscheinen die Wege, die die Familienbesitztümer genommen haben. Doch nicht nur die Suche nach dem Erbe und seinem rechtmäßigen Eigentümer halten Nina auf Trab: Längst sind auch finstere Gestalten auf das Bild aufmerksam geworden und schrecken selbst vor Mord nicht zurück.

Die Autorin verbindet in ihrem Krimi Historisches aus Aachen mit einem augenzwinkernden Kriminalfall und verknüpft dabei die Vergangenheit mit der Moderne. „Der Fall von Nina Voss trägt sie zurück in das Jahr 1883, als in Aachen das Rathaus brannte und die Kulturkämpfe stattfanden. Manche Orte existieren heute in dieser Form gar nicht mehr.

Umso interessanter ist es für den Leser, auf Spurensuche in der Geschichte zu gehen“, erklärt Thiele. So passieren einige Dinge im zoologischen Garten, der sich zur damaligen Zeit am Westpark befand, oder in einem Tanzlokal in Burtscheid. Das Augenmerk liegt allerdings auf der Burg Frankenberg und dem Suermondt-Ludwig Museum.

Inspirierende Kunstmesse

„Die Idee zu einer neuen Geschichte kam mir auf der Kunstmesse in Maastricht. Ich war in dem Moment davon überzeugt, dass es eine höhere Kraft gewesen sein muss, die mich auf die Malerei gebracht hat. Als ich ein Stillleben mit Früchten aus dem Jahr 1654 entdeckt habe, war ich von dem Anblick sofort begeistert und wusste: Das muss in meinen Krimi“, sagt die Autorin.

Veröffentlicht wurde ihr Buch im Aachener Ammianus- Verlag, dessen Schwerpunkt auf historischen Romanen liegt. Für Thiele ist es nach ihren Krimis „Eine heilige Sache“ und „Die verschollenen Noten“ der dritte Roman, in dem Nina Voss auf Spurensuche geht. Zum Verständnis der Handlung ist es allerdings nicht notwendig, die beiden Vorgänger gelesen zu haben.

„Ich habe immer wieder neue Ideen und manch eine Person aus dem Buch wird auch Teil des kommenden Krimis sein, aber dennoch ist jede Geschichte in sich geschlossen“, sagt Thiele, für die schon jetzt feststeht, dass „Das Vermächtnis“ nicht ihr letztes Projekt sein wird.

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