Das Trauma mit Musik aus dem Alltag verbannen

Von: Maike Holle
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Aachen. Flüchtlinge, die in ihrer Heimat und auf der Flucht Opfer von Folter oder organisierter und staatlicher Gewalt wurden, leiden oft an psychischen und physischen Folgen ihrer traumatischen Erlebnisse

. Hinzu kommen zusätzliche Belastungen wie der Verlust von Heimat, Besitz oder Familie. Darauf spezialisierte psychosoziale Gesundheitszentren versuchen, den Betroffenen zu helfen. Ziel ist, dass die Flüchtlinge lernen, mit ihren Erfahrungen zu leben, so dass diese nicht mehr ihren Alltag bestimmen.

Unterstützt werden die Zentren von der „Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer“ (BAfF) und Amnesty International. Doch aufgrund der gestiegenen Flüchtlingszahlen und der finanziellen Unsicherheit der Zentren, brauchen sie dringend weitere Unterstützung.

Aus der Save-me-Kampagne heraus wird daher am Sonntag, 30. Oktober, ein Benefizkonzert zugunsten der deutschlandweiten Unterstützung von psychosozialen Zentren im Pius-Gymnasium veranstaltet.

„Offene Ohren“ in Aachen

Die Schirmherrschaft für das Konzert übernehmen die drei Aachener Bundestagsabgeordneten Ulla Schmidt, Rudolf Henke und Andrej Hunko. „Wir sind sehr glücklich, dass wir in Aachen auf offene Ohren gestoßen sind. Allen voran natürlich bei den drei Schirmherren“, erklärte Ingeborg Heck-Böckler von Amnesty International.

„Die Behandlung der Flüchtlinge ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Deshalb sind wir besonders froh darüber, dass die Schirmherren ein Grußwort sprechen werden, um diese Gemeinschaftsarbeit symbolisch deutlich zu machen“, fügte Heck-Böckler hinzu.Musiker Manfred Leuchter und die Bands Sin Fronteras und Mah-e Manouche sorgen für abwechslungsreiche musikalische Unterhaltung, so dass Konzertbesucher nicht nur etwas für den guten Zweck tun, sondern auch in den Genuss guter Musik kommen.

 

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