Das Spielcasino fühlt sich noch „pudelwohl“

Von: stm/re
Letzte Aktualisierung:
12210939.jpg
Sicherheit im Spielcasino? Die Stadt geht „in hohem Maße“ davon aus, dass sie gewährleistet ist.
12210944.jpg
Mit Sicherheit noch eine Weile geschlossen: der „Klömpchensclub“. Die Stadt hat dem zuständigen Caterer die Verträge gekündigt.

Aachen. Was ist angesichts der gravierenden Sicherheitsmängel im Tivoli eigentlich mit dem Spielcasino oder den Veranstaltungen, die das Eurogress dort managt? Diese Frage stellte sich auch die Politik im Stadtrat. Die Antwort darauf kam von Klaus Schavan, dem Chef des städtischen Gebäudemanagements, das seit einigen Tagen die Lage im Stadion unter die Lupe nimmt.

„Man kann in hohem Maße davon ausgehen, dass die Sicherheit dort gewährleistet ist“, sagt er. Es sei anzunehmen, dass vor der Eröffnung des Casinos in diesem Bereich des Stadions bei den notwendigen Prüfungen keine Mängel aufgetreten seien. Mit letzter Sicherheit kann Schavan das nicht sagen. Bis dorthin sei man in den wenigen Tagen noch nicht vorgedrungen.

So ist es klar, dass die Tivoli-Misere auch in Duisburg ein Thema ist. Dort sitzt die Geschäftsführung von Westspiel, dem Betreiber des Spielcasinos. „Ja, wir haben intern über die Lage in Aachen gesprochen. Bislang fühlen wir uns im Tivoli pudelwohl“, erklärt Westspiel-Sprecher Marco Lippert am Donnerstag auf AZ-Anfrage. „Wir gehen davon aus, dass die Statik in Ordnung und bei uns alles sicher ist.

Schließlich haben wir erhebliche Summen in den Umbau eines Teils des Tivolis für unsere Spielbank investiert. Sobald das Kurhaus an der Monheimsallee saniert ist und die Rahmenbedingungen stimmen, möchten wir trotzdem schnellstmöglich zurück“, erklärt er. Derzeit hat die Stadt das ehemalige Spielcasino im Kurpark nach einem 150.000 Euro teuren Umbau als Flüchtlingsunterkunft vorgesehen. Die Sanierung des eigentlich maroden Gebäudes soll nicht vor 2018 starten.

Als gäbe es im Moment nicht genug Ärger im und um den Tivoli, ist auch noch ein weiteres Thema hinzugekommen, das allerdings nichts mit Sicherheit zu tun hat. Die Kneipe „Klömpchensclub“ im Stadion ist auf unabsehbare Zeit geschlossen. Die Stadt hat dem zuständigen Caterer den Vertrag gekündigt. Warum, sagt man natürlich nicht öffentlich. Parallel dazu ist dem Vernehmen nach auch die Kantine der Verwaltung in der Lagerhausstraße dicht – die vom selben Caterer betrieben wurde.

Den Zuschlag für den Tivoli hatte das Unternehmen noch unter der Ägide von Dezernent Lothar Barth erhalten. Nicht zum Zuge kam damals die „Wabe“, die sich auch beworben hatte und dort auch Langzeitarbeitslose beschäftigen wollte. Vielleicht klappt zumindest das jetzt doch noch.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert