Das Rathaus lockt nun ohne jede Barriere

Von: Felicitas Gessner
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Ein Knopfdruck, und der Pförtner kann die Tür am Marienturm öffnen: Oberbürgermeister Marcel Philipp überzeugte sich persönlich vom behindertengerechten Umbau des Rathauses. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. An der mangelnden Barrierefreiheit haperte es bisher im Rathaus: Menschen im Rollstuhl, mit Handicap, aber auch Ältere konnten das Baudenkmal nicht ohne Hilfe betreten.

Es gab keinen geeigneten Aufzug, es gab mehrere unüberwindliche Schwellen und einige Türen, die vom Rollstuhl aus nicht zu öffnen waren. Nicht zu vergessen ein behindertengerechtes WC, das im Rathaus ebenfalls nur schwer zu erreichen war.

Spezielle Infos liegen bereit

Nun ist das alles anders: Nach Umbauarbeiten im Marienturm gibt es jetzt einen Aufzug, der gläsern und mit den richtigen Maßen ausgestattet ist und den bislang hier vorhandenen Lastenaufzug ersetzt.

Hiermit kann ein Rollstuhlfahrer jetzt bequem die Route-Charlemagne-Räume erreichen und durch diese hindurch auch das gesamte Erdgeschoss des Rathauses erkunden.

Hier befindet sich dann auch ein speziell für Menschen mit Handicap ausgerichtetes Karlspreis-Informationsterminal. Auch die behindertengerechte Toilette - im historischen Turm und in freiliegenden Steinwänden übrigens durchaus ein designerisches Highlight - kann fortan bequem genutzt werden.

Mit dem gläsernen Aufzug kann dann weiterführend das zweite Obergeschoss und damit der Krönungssaal besucht werden. Hier wie im Erdgeschoss sorgen „kraftunterstützte” Türöffner für behindertengerechtes Erreichen der Räume.

„Im Rahmen dieser Umbauarbeiten haben wir zudem gleich noch den Brandschutz für den Krönungssaal optimiert und eine Anlage installiert, die bei Ausbruch eines Feuers sofort Frischluft produziert”, erklärt Michael Ferber, technischer Leiter des städtischen Gebäudemanagements und verantwortlich für die baulichen Veränderungen, die mit insgesamt 600.000 Euro zu Buche schlugen.

Missbrauch nicht möglich

Zu erreichen ist das Rathaus jetzt bequem über den rechtsseitigen Marienturm, wo eine Klingel installiert ist, die den Pförtner ruft. Der wiederum kann Besucher auf seinem Bildschirm sehen und ihnen dann die Tür elektronisch öffnen. Gleiches gilt für alle weiteren Türen im Gebäude, die durch Menschen mit Handicaps jetzt angefahren werden.

„So wird gleichzeitig ein Missbrauch der für Rollstuhlfahrer und ältere Menschen gedachten Eingänge vermieden”, vereitelt Oberbürgermeister Marcel Philipp jeden „Klingelstreich” und schlechten Scherz.
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