Das Polonia-Fest steigt am Sonntag am Dreiländerpunkt

Von: alba
Letzte Aktualisierung:
Kaczynski tot
Beim Absturz seiner Maschine ist Polens Präsdient Lech Kaczynski ums Leben gekommen. Foto: ddp

Aachen. Wenn am Sonntag rund um den Dreiländerpunkt das Polonia-Fest gefeiert wird, stehen nicht nur Renata A. Thiele und Wieslaw Lewicki vom veranstaltenden Verein Polregio e.V. noch immer unter dem Eindruck des tragischen Verlustes ihres Präsidenten Lech Kaczynski.

Wie viele im Ausland lebende Polen sind sie in diesen Tagen mehr denn je mit den Gedanken in der Heimat. „Es ist keine einfache Zeit für uns”, sagt Renata A. Thiele. „Aber wir wollen dennoch mit unseren Landsleuten und vielen Freunden feiern”.

Als Vertreter eines international aufgeschlossenen Vereins und als Veranstalter stellen sie sich im Vorfeld des Festes jedes Mal aufs Neue die gleichen Fragen: Wie viele Polen leben überhaupt in Deutschland - speziell in der Region? Was bewegt sie, wie leben Polen außerhalb des Heimatlandes? „Andersherum sollten sich Besucher anderer Nationalitäten die Frage stellen: Was wissen wir über unsere östlichen Nachbarn?”, fügt Wieslaw Lewicki aber noch hinzu.

Mit dieser von Offenheit und Neugier geprägten Intention etablierte sich die Polregionale, ein buntes Fest ab 11 Uhr an exponierter Stelle. Zahlreiche in der Euregio beheimatete polnische Organisationen und Interessensverbände werden ihre Visitenkarte abgeben.

Landestypische Speisen und Getränke, kulturelle Beiträge aus Musik und Kunst machen das östliche Nachbarland erlebbar. Mit der Städteregion Aachen und dem Kulturbetrieb haben die engagierten Organisatoren verlässliche Partner gewinnen können.

Der Erfolg gibt ihnen recht - Wieslaw Lewicki liefert ein unschlagbares Argument: „Beim letzten Mal war das Verpflegungsangebot vorzeitig und restlos ausverkauft”, lächelt der Vereinsvorsitzende von Polregio. Das Credo für den Tag lautet: „Europa erleben” - egal ob Pole, Deutscher, Niederländer oder Belgier. Renata A. Thiele bringt es auf den Punkt: „Wir Polen fühlen uns als Europäer, daher ist auch am Sonntag jedermann willkommen, egal welcher Nationalität oder Herkunft. Je vielfältiger, desto besser”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert