Das passt: Rockmusik in der Citykirche

Von: Eva Onkels
Letzte Aktualisierung:
10416500.jpg
Abschluss des Kulturfestival X in der Citykirche: „Die höchste Eisenbahn“ spielte vor ausverkauftem Haus. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Die Citykirche war wegen der heißen Temperaturen ein gut gewählter Veranstaltungsort für das Konzert von „Die höchste Eisenbahn“, wenn auch nicht mit diesem Hintergedanken. Denn bei mehr als 30 Grad Außentemperatur war es am Freitagabend in der Citykirche zwar voll – aber immer noch angenehm kühl.

Gerade richtig, um den Abschluss des diesjährigen Kulturfestival X mit zünftiger, rockiger Musik zu begehen.

Das städteregionsweit stattfindende Festival existiert bereits seit 2003, damals als Straßentheaterfestival und beschränkt auf den früheren Kreis Aachen. Das Fest ist gewachsen und voller verschiedener Formen der darstellenden und bildenden Künste: Kunstausstellungen, Lesungen oder eben auch Konzerte fanden seit Mai an zehn verschiedenen Orten und Städten innerhalb der Städteregion statt.

„Die höchste Eisenbahn“ aus Berlin war eine gute Wahl für das Abschlusskonzert. Die Gruppe um den Singer-Songwriter Francesco Wilking und dem deutschen Musiker und Regisseur Moritz Krämer, spielt handgemachten, deutschen Indiepop. Schmissige Rhythmen, rockige Balladen und eine Menge Experimente mit dem Sound begeisterten ein volles Haus. Ursprünglich war das Konzert als bestuhltes Konzert geplant, doch aufgrund der hohen Nachfrage hat man auf ein Sitzgelegenheiten verzichtet.

„Die Citykirche hat ein tolles Ambiente“, so sagt Nina Mika-Helfmeier, Leiterin des Kunst- und Kulturzentrums der Städteregion Aachen. Das ist sicherlich richtig. Auch wenn es teilweise schwierig war, die Texte zu verstehen – dafür ist der Hall in der Kirche zum Teil zu groß – so ist die Musik ein in der Kirche einmaliges und beeindruckendes Erlebnis.

Indiepop, Rockmusik – passt das zu einer Kirche? Absolut, kann man letztendlich festhalten. Dass es auch dem Publikum gefallen hat, konnte man spüren. Die Zuhörer tanzten mit und applaudierten kräftig nach jedem einzelnen Song. Dass sich das Festival an alle Menschen in der Städteregion richtet – egal, welchen Alters oder welchen künstlerischen Interesses –, kann man auch an diesem heißen Julifreitag spüren: Das Publikum ist gemischt wie selten.

„Das Festival hat keinen kommerziellen Charakter“, erklärt Mika-Helfmeier. Deshalb haben auch die Karten nur 3,50 Euro gekostet, ein Preis, für den man in jeder Veranstaltung viel geboten bekommt. Das Kulturfestival soll auch neugierig machen, neugierig auf neue Kunst, neue Künstler und vielleicht einen eigenen Geschmack, den man selbst noch nicht kennt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert