Das neue Herzstück des Marienhospitals gewinnt Gestalt

Von: mh
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Fiebern der Eröffnung der neuen Herzklinik entgegen: Leiter Dr. Tudor Pörner (2.v.r.), Professor Dr. Thomas Möllhoff, Monsignore Heribert August und Benjamin Michael Koch (v.l.). Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Auf den ersten Blick erscheint die kleine Baustelle im Schatten von St. Michael nicht besonders spektakulär. Für das Marienhospital und die (potenziellen) Patienten in der Region stellt sie allerdings nichts weniger als einen Meilenstein dar im Hinblick auf zukunftsweisende Diagnostik- und Therapiemethoden.

An der Abteistraße gehen die Um- und Anbauarbeiten zur Errichtung der neuen Klinik für Kardiologie in den Endspurt: Am 1. Oktober soll die mit modernster Technik ausgestattete Abteilung eröffnet werden.

Leicht erhöhter Pulsschlag war bei den Verantwortlichen am Montagvormittag also im besten Sinne spürbar. „Innerhalb weniger Monate schaffen wir hier in Burtscheid einen weiteren wichtigen Schwerpunkt zur medizinischen Versorgung, und wir freuen uns sehr, dass wir mit Dr. Tudor Pörner einen herausragenden Experten an dessen Spitze gewinnen konnten“, sagte Monsignore Heribert August, Vorsitzender des Klinik-Kuratoriums, bei der Vorstellung des frisch gekürten Chefarztes im frohen Einvernehmen mit seinem Aufsichtsratskollegen Bernd Thomas, dem Ärztlichen Direktor Professor Dr. Thomas Möllhoff sowie Benjamin Michael Koch, Vorstand der Katholischen Stiftung Marienhospital.

Rund drei Millionen Euro investiert das Haus in das Projekt, dessen – im Wortsinn – Herzstück mit dem neuen Herzkatheterlabor derzeit Gestalt annimmt. In der Stadt Aachen biete bislang lediglich das Uniklinikum einen vergleichbaren Standard, so Möllhoff. Ausgestattet mit neuester Technologie und einem hochmotivierten und -kompetenten Team, soll die Abteilung als exponierte Schnittstelle zwischen den Stationen für Innere Medizin, Notfallversorgung und Chirurgie fungieren und denkbar schnelle Wege innerhalb des Hauses gewährleisten.

So verfügt die neue Klinik über eine sogenannte Chest-Pain-Unit zur Behandlung von Patienten mit akuten Brustschmerzen, die auf einen möglichen Infarkt hindeuten können. Mit topmodernen bildgebenden MRT-Verfahren, sogenannter Echo-Diagnostik und Schrittmachertherapie stelle man sich den Herausforderungen einer zukunftsweisenden medizinischen Betreuung angesichts der wachsenden Zahl älterer und somit potenziell betroffener Patienten, betonte der designierte Chefarzt Dr. Tudor C. Pörner.

Als renommierter Herzspezialist blickt der 1966 in Bukarest geborene Privatdozent bereits auf eine beachtliche Karriere zurück. Nach dem Studium an der Uni der rumänischen Hauptstadt war Pörner zunächst als Stipendiat in Mannheim und an der Uniklinik Heidelberg tätig, 2005 wechselte er an die Universitätsklinik Jena, wo er derzeit noch als Leitender Oberarzt mit Schwerpunkt interventionelle Kardiologie im Einsatz ist.

Hervorragende Kenntnisse bei der digitalen Auswertung und dem – zunehmend relevanten – schnellen Datenaustausch mit Hausärzten und Kliniken im Umfeld zeichneten ihn überdies aus, betonte Thorsten Keuschen, Geschäftsführer des Burtscheider Hospitals. Als engagierten und versierten „Team-Player“ mit großer Empathie und sozialer Kompetenz habe er Pörner in den vergangenen Monaten auch an seiner aktuellen Wirkungsstätte kennen- und schätzen gelernt, unterstrich Koch. Und August betonte: „Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm die optimale Wahl aus der Vielzahl hochkarätiger Bewerber getroffen haben.“

Als technikbegeisterter Mediziner habe er nicht lange gezögert, dem Ruf in die Hightech-Region namens Dreiländereck zu folgen, versicherte Pörner – das Flair seines baldigen Lebensmittelpunktes Burtscheid habe er bei seinen ersten Besuchen bereits ins Herz geschlossen. Mit seiner Frau Andrea, einer gebürtigen Rheinländerin, hat der 51-Jährige Vater eines erwachsenen Sohnes nun also bereits den nächsten Meilenstein fest im Blick – für seine private Zukunft als Neu-Aachener.

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