Aachen - Das Haus Siegel der Lebenshilfe feierte sein 25-jähriges Bestehen

Das Haus Siegel der Lebenshilfe feierte sein 25-jähriges Bestehen

Von: Felicitas Geßner
Letzte Aktualisierung:
Großes Fest in idyllischer La
Großes Fest in idyllischer Lage am Waldrand: Das Haus Siegel der Aachener Lebenshilfe feierte sein 25-jähriges Bestehen. Viele Bewohner und Betreuer sind der Einrichtung seit der ersten Stunde eng verbunden - und so mancher ist mit dem Haus alt geworden.

Aachen. Es ist das Zuhause für 46 Menschen mit Behinderungen, die in fünf Wohngruppen familienähnlich zusammenleben. Die Rede ist vom Haus Siegel der Aachener Lebenshilfe, das jetzt sein 25-jähriges Bestehen mit einem großen Fest feierte.

Viele der Bewohner und auch ihrer Betreuer sind mit dem Haus gemeinsam alt geworden - der älteste Bewohner zählt stolze 74 Jahre. „Haus Siegel ist ein wichtiger Pfeiler unserer Gesellschaft. Menschen mit Behinderungen gehen mit uns gemeinsam ins Rentenalter. Darauf können wir stolz sein”, würdigte Günter Schabram, Sozialdezernent der Städteregion Aachen, die Bedeutung des idyllisch am Waldrand gelegenen Hauses.

„Wir leben hier in einem Schloss”

„Wir leben hier in einem Schloss”, erklärte der Bewohner Ulli. Und seine Mitbewohnerin Sonja erzählte von vielen Ausflügen, die man zusammen unternimmt. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, wo behinderte Menschen ein eher zurückgezogenes und behütetes Leben führten, sei es heute normal, dass die Bewohner von Haus Siegel vor die Türe gehen und an vielen Veranstaltungen teilnehmen, erklärte Carola Schophaus, die seit fünf Jahren die Leitung der Einrichtung innehat.

Mann der „erste Stunde” ist der heute 74-jährige Hartmut Schumacher. Als Vorsitzender des Elternbeirates von Haus Siegel brachte er vor 25 Jahren seinen damals 23-jährigen Sohn zum Haus Siegel. Und arbeitete von Anfang an mit seiner Frau - und heute auch seiner Tochter und seinem Schwiegersohn - bei vielen Freizeitaktivitäten mit. So koordinieren die Schumachers beispielsweise das wöchentliche Walking-Training für die Bewohner. Viele von ihnen nehmen seit einigen Jahren an offiziellen Läufen wie dem Herzogenrather Marathon mit fünf Kilometern Distanz oder dem Peter-und-Paul-Lauf teil. „Ich bin froh, dass Menschen mit Behinderungen heute so anerkannt sind”, sagte.

Es ist normal, verschieden zu sein

Er erinnert sich, dass noch in den 80er Jahren Eltern, die ihre behinderten Kinder in Wohnstätten gaben, als Raben-Eltern galten. Das Motto der Lebenshilfe „Es ist normal, verschieden zu sein” sei gerade im Haus Siegel täglich zu bemerken, lobte auch Professor Gerd Ascheid, 1. Vorsitzender von Haus Siegel, die Einrichtung. Und auch für Oberbürgermeister Marcel Philipp - „Siegel ist für mich von klein auf untrennbar mit dem Eismännchen und Haus Siegel verbunden” - bezeichnete das Haus als Ort, wo man sich wohlfühlen könne. Es sei eben ein echtes Zuhause für viele Menschen. Er lobte vor allem die Altenarbeit mit Behinderten als Spezifikum des Hauses, dessen Mitarbeiter sich derzeit sogar auf kommende Pflegefälle vorbereiten.
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