„Das große Wegschmeißen“: Lebensmittel landen im Müll

Von: acb
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Aachen. Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Das klingt viel? Ist aber so! Etwa elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr in Deutschland im Müll. Das entspricht etwa 275.000 voll beladenen Lastwagen.

Von der Industrie über den Großhandel, in Bäckereien und Supermärkten, in Restaurants und Kantinen bis hin zum eigenen Haushalt entstehen so große Mengen an Lebensmittelabfällen. Doch was können wir dagegen tun? Das haben sich sich auch Vertreter der Volkshochschule Aachen, des Vereins „Arbeit und Leben“ des DGB und der VHS, der Verein „Naturfreunde“ des Bezirks Nordeifel und die Gewerkschaft „Nahrung-Genuss-Gaststätten“ (NGG) der Region Aachen gefragt und kurzerhand eine Kooperationsveranstaltung auf die Beine gestellt. „Das große Wegschmeißen – Lebensmittelvernichtung stoppen“ heißt der Themenabend, der am Donnerstag, 10. November, um 19.30 Uhr in der VHS, Peterstraße 21-25, Raum 214, bei freiem Eintritt stattfindet.

Bruno Barth, Vorsitzender des Naturfreunde, war sofort zur Stelle, als es hieß, so ein wichtiges Thema in der Städteregion gemeinsam anzugehen: „Wir haben auf der einen Seite dank eines schier grenzenlosen Wachstums eine Überproduktion von Lebensmitteln, auf der anderen Seite weltweiten Hunger, wie kann das sein?“

Und nicht nur am anderen Ende der Welt würden die Menschen hungern, auch hier in Deutschland und Europa gäbe es viele Menschen die Hunger leiden, obwohl dies nicht nötig sei. Ein Blick auf das Haltbarkeitsdatum – und schon ist man sich unsicher, ob der „abgelaufene Joghurt“ noch genießbar ist. Für Diana Hafke (NGG) sollten Produkte wie etwa Nudeln, Reis oder Gewürze endlich vom sogenannten MHD befreit werden. „Wir sollten wieder viel mehr auf uns selbst vertrauen und unsere Sinne benutzen, anstatt blind irgendwelchen Kennzahlen zu glauben, die viel zu oft als Wegwerfdatum wahrgenommen werden.“

Dominic Clemens (VHS), freut sich deshalb sehr, dass die Veranstalter Sarah Schneider von Misereor Aachen als Referentin gewinnen konnte. „Sie ist eine Expertin auf dem Gebiet Landwirtschaft und Ernährung und wird einen Vortrag zum Thema Lebensmittelverschwendung und Welternährung halten.“

Im Anschluss daran soll ein moderiertes Gespräch mit den Vertretern der Vereine stattfinden, worauf eine Debatte mit den Teilnehmern folgen soll. „Wir hoffen deshalb auf viele interessierte Bürger, die gemeinsam mit uns über die Folgen der Verschwendung und ihre Eindämmung diskutieren wollen.“

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