Aachen - „Das Große Fressen“: Kunstvolles für Auge und Zunge

„Das Große Fressen“: Kunstvolles für Auge und Zunge

Von: Svenja Pesch
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Genuss für Auge und Gaumen: Vier Galerien hatten zum kunstvollen Rundgang eingeladen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Da waren die Bilder und Kunstwerke für einen Moment lang glatt Nebensache. Aber als Robert Mertens, Inhaber der „Galerie Freitag 18.30“ den Film über „Das große Fressen“ präsentiert, schauen alle mit einem Lachen im Gesicht auf den Bildschirm. Toll war es, da sind sich alle einig. Und wiederholt wird es.

Da ist sich Mertens sicher: „Es war das erste Mal, dass wir so eine Aktion gemacht haben und der Andrang war einfach unglaublich. Sogar Besucher vom Bodensee sind extra angereist.“ Mit „so einer Aktion“ meint er die Verbindung von Kunst mit einem 4-Gänge-Menü in verschiedenen Galerien.

Gestartet wurde mit einem Aperitif in der Galerie 18.30. Dort konnten sich die Besucher die Kunstwerke der fünf jungen Maastrichter Künstler Jonas Löllmann, Valentin Löllmann, Kaspar Hamacher, John Franzen und Fabian von Spreckelsen anschauen, die sowohl klassisch gemalte, aber auch skulpturale Werke zeigten. Für die Vorspeise ging es ins Atelier von Kai Savelsberg, wo Francois du Plessis als Gastkünstler seine Arbeiten ausstellte. Der Hauptgang wurde im Atelier von Sascha Berretz serviert und das Dessert gab es bei der Künstlerin Sigrid von Lintig. Der Andrang war zuweilen so groß, dass zwei Galerien parallel die Besucherströme einluden. Aber bei strahlendem Sonnenschein und gutem Essen wundert das keinen.

Auch bei der Finissage fanden sich viele Kunstfreunde ein, um noch einmal in Ruhe einen Atelierrundgang zu genießen und die jeweiligen Werkstätten genauer zu entdecken. Kai Savelsbergs große Bilder sorgen schon am Eingang für langes Betrachten. Zu sehen sind Figuren, die einerseits Bestandteil, aber zugleich auch Fremdkörper einer sich selbst fremd gewordenen Welt sind. Savelsbergs Texte direkt neben den Bildern lassen die Gedanken dann noch weiter kreisen.

Francois du Plessis Buchobjekte erinnern derweil an Scheiben eines Baumstamms. Wie einzelne Kreise lassen sich die vermeintlichen Lebensjahre erkennen. Bei Sigrid von Lintig könnte man fast meinen, zwischen alle den Bildern selbst „abzutauchen, denn in ihren Arbeiten komponiert sie die enorme Kraft mit den unzähligen Formen von Wasser. Ihre Figuren scheinen in Leichtigkeit und Perfektion zu schweben.

Weniger „fließend“, sondern eher abstrakt sind die Bilder von Sascha Berretz. Er konstruiert in seinen Bildoberflächen einen Raum, der die Wahrnehmung irritiert. Zwei und Dreidimensionalität treffen auf abstrakte und konkrete Formen. Vielfältig und individuell, so präsentieren sich die Ateliers, die alle fußläufig schnell zu erreichen sind. Wie die Fortsetzung im nächsten Jahr genau aussehen wird, und ob es wieder dieselben teilnehmenden Künstler sind, steht noch nicht fest. Aber wiederholt wird es, das ist sicher.

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