Aachen - Das Friedenslicht aus Bethlehem ist angekommen

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Das Friedenslicht aus Bethlehem ist angekommen

Von: Kathrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:
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Vorweihnachtliche Tradition: Das Friedenslicht aus Bethlehem ist in Aachen angekommen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Pünktlich um 13.45 Uhr fährt der Regionalexpress aus Köln am Aachener Hauptbahnhof ein. An diesem Sonntagnachmittag hat er eine ganz besondere Fracht, denn mit ihm reist das Friedenslicht aus Bethlehem an.

Seit 14 Stunden ist die 10-köpfige Delegation aus Pfadfindern aus dem Bistum Aachen unterwegs. Seit 20 Jahren wird das Friedenslicht, das traditionell in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem als Zeichen der Hoffnung auf Frieden entzündet wird, auch in Deutschland ausgesandt. Organisiert wird die Friedenslichtaktion vom Ring der Deutschen Pfadfinder, in der sich die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG), der Verein christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) sowie der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) zusammengeschlossen haben.

Zusammenhalt spürbar

Elisabeth Schmücking begleitet auf Bundes- und Bistumsebene für die PSG die Friedenslichtaktion. „Das Erleben der Gemeinschaft ist für mich jedes Mal wieder etwas Besonderes. Man kennt sich untereinander nicht, aber man hat das gleiche Ziel“, erzählt sie. „Auch gerade unter den deutschen Pfadfindern ist dieser Zusammenhalt spürbar, denn wir hüten ja das Licht auf der Reise.“ Somit ist sie zufrieden, dass das Licht bislang auch nicht erloschen ist. Doch für alle Fälle reisen in zwei großen Behältern Ersatzlichter mit.

Bei der Ankunft in Aachen trägt Gülsen Van Thenen die Lampe mit dem Licht. Für sie ist es das zweite Mal, dass sie die Aktion begleitet. Auf dem Bahnhofsvorplatz erwarten weitere Pfadfindergruppen aus dem Bistum Aachen die Ankunft. Darunter auch der 27-jährige Martin Babst vom Stamm Lammersdorf der DPSG. Zum achten Mal ist er der Licht-Überbringer seiner Heimatgemeinde in der Eifel. „Wir haben heute Abend noch einen großen Gottesdienst, wo das ganze Dorf zusammenkommt“, erzählt er. Unter dem Wartenden ist auch Elke Schreiber, Leiterin der Aachener Bahnhofsmission. Traditionell ist sie eine der ersten, die das Friedenslicht nach der Ankunft empfangen. Für Elke Schreiber hat das Licht eine hohe symbolische Bedeutung. „Wir haben in unserem Alltag viel Kontakt zu Menschen, denen es an Freude und Licht in ihrem Leben fehlt. Sie sind immer sehr ergriffen, wenn wir berichten, dass das Licht aus Bethlehem kommt.“

Gottesdienst in St. Michael

In einem Friedensmarsch wird das Licht in die Kirche der gastgebenden Gemeinde getragen. Das diesjährige Motto „Recht auf Frieden“ in Anspielung auf die Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte der Vereinten Nationen, die vor 65 Jahren verfasst wurden, wurde im Aussendungsgottesdienst in der orthodoxen Kirche Hagios Dimitrios/St. Michael mehrfach aufgegriffen. Der zweite Höhepunkt an diesem Nachmittag ist die Austeilung des Lichtes an die über 500 teilnehmenden Pfadfinder. Von Reihe zu Reihe und damit von Mensch zu Mensch wurde das Licht weitergegeben.

Viele Privatpersonen

Den Gottesdienst besuchen auch viele Privatpersonen, die ihr Licht mit nach Hause nehmen oder es in ihre Heimatgemeinden weitertragen. Wie ein Laufclub aus Baesweiler, der seit 14 Jahren an der Friedenslichtaktion teilnimmt und das Licht in die katholische und evangelische Gemeinde bringt. „Wir haben das übernommen, weil es bei uns keine Pfadfindergruppen gibt“, erzählt Lothar Franzen. Als Vertreter der christlichen Kirchen sprachen Bischof Ephmenios, Weihbischof Johannes Bündgens und Pfarrer Martin Obrikat den Segen. Wer das Friedenslicht für seine Gemeinde oder für sich zuhause holen möchte, kann dies im Aachener Dom abholen. Bis Heiligabend brennt dort eine Kerze, die am Friedenslicht entzündet wurde.

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