Das Freibad Hangeweiher eröffnet am Samstag seine Pforten

Von: Peter Schopp
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Nur die Uhr ist noch hinter der Zeit zurück: Nach der Sanierung des Freibads Hangeweiher werden aber ab Samstag auch wieder die richtigen Stunden und Minuten angezeigt. Badleiter Torsten Liebl nimmt derweil noch letzte Wasserstandsmessungen vor (kleines Bild). Foto: Andreas Steindl
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Neue Technik für bessere Wasserqualität: Im Hangeweiher wurden über zwei Millionen Euro „unsichtbar verbaut“. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Zeit auf dem Zifferblatt im Freibad Hangeweiher ist noch nicht aktuell: Sie zeigt fünf vor Eins um Viertel nach Drei. Doch ansonsten ist hier alles auf einem technischen Topniveau.

Es scheint, als sei nicht viel passiert im letzten halben Jahr, aber schaut man hinter die Türen der Technikräume, zeigt sich Bemerkenswertes. Neueste Filteranlagen mit einer Vielzahl an Filtern, neue Schwallwasserbecken, Messanlagen für die Wasserqualität (blau ist prima, rot ist schlecht), alles hochmodern und funkelnagelneu. „Wir wussten auch nicht, dass wir in etwas mehr als einem halben Jahr mehr als zwei Millionen Euro unsichtbar verbauen können“, ist Petra Prömpler, Leiterin Fachbereich Sport der Stadt Aachen selbst erstaunt über das Geleistete. Der erste Bauabschnitt ist abgeschlossen, der Kostenplan eingehalten und der Zeitrahmen nur unwesentlich überschritten. Der Sommer kann kommen.

Unsichtbare Neuerungen

Klaus Schavan, technischer Geschäftsführer des Gebäudemanagements der Stadt Aachen, Bernhard Deil, Abteilungsleiter sowie Jörg Kazula vom Ingenieurbüro Inco lassen es sich nicht nehmen, persönlich durch die neu geschaffenen Räume zu führen und die Funktionsweise der verschiedenen Anlagen zu erklären. Von all den neuen Dingen bekommen die Badegäste demnächst nicht viel zu sehen, sieht man einmal davon ab, dass auf den Abdeckungen der Schwallwasserbecken Liegeflächen für die Sonnenhungrigen eingerichtet werden. Da ist Badleiter Torsten Liebl deutlich näher dran. Er hat die Möglichkeit, jederzeit in den Kreislauf der Technik einzugreifen und notwendige Korrekturen vorzunehmen.

Geringerer Wasserverbrauch

Durch die aktuellen Modernisierungen wird in Zukunft Geld gespart. „Wir verbrauchen deutlich weniger Wasser, was sowohl beim Trink- als auch beim Schmutzwasser Kosten minimiert“, rechnet Bernhard Deil vor. Da die neuen Pumpen mit wesentlich geringerem Stromverbrauch auskommen, wird auch hier weniger Geld benötigt. Insgesamt rechnen die Verantwortlichen pro Saison mit Einsparungen in Höhe von 40 000 Euro.

Es wird in nächster Zeit noch weitere Veränderungen im Hangeweiher geben. Im Herbst 2017 werden die alten Rohrsysteme und die Schwimmbecken erneuert, dann für 2,7 Millionen Euro. Auch dringend nötig, aber was ist mit den notwendigen Sanierungen an den Gebäuden? Dazu kann im Moment noch niemand so recht Auskunft geben. Jedenfalls sei man mit allen Beteiligten im Gespräch.

Derweil stehen nur noch einige Absperrgitter auf den Wiesen, hier und da liegen nicht mehr benötigte Paletten umher. Die Wasserbecken sind gefüllt, die technischen Anlagen werden hochgefahren und eingestellt, die bei den Arbeiten beschädigten Rasenflächen neu „ausgerollt“.

Das einzige Freibad Aachens ist gerüstet, jetzt hoffen alle auf einen schönen Sommer. Und wenn am kommenden Samstag die Türen aufgeschlossen werden, ist vermutlich auch die Uhr auf der Höhe der Zeit.

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