Das Eurogress schreibt 2014 eine kleine Erfolgsgeschichte

Von: Rolf Hohl
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Aachen. Trotz der Umbauarbeiten am Aachener Eurogress blickt man bei der Geschäftsführung zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Besucher 2014 sogar auf rund 175.000 an, wie Geschäftsführerin Kristina Wulf am Dienstag bekannt gab.

Sie sieht das Eurogress finanziell und personell gut aufgestellt und gewährte einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen.

„Es gibt unterschiedliche Zeitfenster im Laufe eines Jahres, die schwierig zu besetzen sind“, gab Wulf zu bedenken. „Etwa die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr oder über Ostern.“ Im vergangenen Jahr kam erschwerend hinzu, dass während des laufenden Betriebs letzte Umbau- und Modernisierungsarbeiten stattgefunden hatten. Während elf Wochen war das Eurogress ganz geschlossen, weil die Brandanlage erneuert wurde. Dazu kamen weitere technische Neuerungen, wie etwa kostenlose Empfänger für Schwerhörige, die die Akustik in den Räumen verstärken.

2014 fanden insgesamt 245 Veranstaltungen statt, wovon knapp die Hälfte Kongresse waren. Diesen Fokus möchte man seitens der Geschäftsführung auch weiterhin beibehalten. „Wir wissen aber auch, dass wir ein defizitärer Betrieb sind, der von öffentlichen Geldern getragen wird“, sagte Wulf. „Aber wir geben mit den Veranstaltungen auch einiges wieder zurück.“ In diesem Jahr werden dies zahlreiche Sinfoniekonzerte und Auftritte von Michael Mittermeier, Kaya Yanar oder Johannes Oerding.

„Die Tagungen und Kongresse sind auch wirtschaftlich von großer Bedeutung für Aachen und fördern das Image der Stadt“, betonte Manfred Sicking, Beigeordneter für Wirtschaftsförderung, Soziales und Wohnen. Schätzungsweise fließen über die Umwegrentabilität durch Veranstaltungen über 61 Millionen Euro jährlich an die Stadt Aachen, wobei das Eurogress einen Anteil von ungefähr zwölf Millionen Euro beiträgt. „Im Bereich der Kongresse sind wir sehr gut aufgestellt und haben teilweise schon Buchungen bis 2019“, zeigte sich Wulf erfreut.

Über das ganze Jahr hinaus war das Eurogress zu 83 Prozent ausgelastet, was ungefähr dem Vorjahreswert entspricht. Der Umsatz fiel mit 4,38 Millionen Euro etwas höher, der Aufwand mit 6,2 Millionen etwas niedriger aus als angesetzt. Das führte zu einem um über 300.000 Euro besseren Ergebnis als erwartet. „Das ist eine Verbesserung von 14,5 Prozent und durchaus beachtlich“, sagte Wulf.

Ebenfalls vom Eurogress veranstaltet werden Märkte, Zirkusse und Ausstellungen auf dem Bendplatz. An insgesamt 145 Tagen war dieser für Veranstaltungen besetzt und lockte damit über 850.000 Besucher nach Aachen. In diesem Jahr sind dies der Osterbend im April, der Zirkus Roncalli im Mai, der Sommerbend, die Automobil Ausstellung und die Bonding Messe.

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