Aachen - Das Erfolgsrezept des Bäckerballs

Das Erfolgsrezept des Bäckerballs

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Dieses Erfolgsrezept verraten Aachens Bäcker gerne: Wenn am 2. Februar der Bäckerball samt Sitzung in sämtlichen Sälen und Foyers des Eurogress ein rauschendes Fest wird, dann werden wieder rund 3000 Narren dabei sein.

Der Bäckerball steht eben für Qualität im Aachener Karneval, für eine Sitzung mit erlesenem Programm und für eine prächtige Party – und diese Kombination ist im Aachener Karneval eben kein Einerlei. Und am Samstag, 2. Februar, wird er zum 60. Mal samt Sitzung über die Bühne(n) gehen.

Josef Drouven und seine Kollegen aus dem Elferrat müssen in Sachen Bäckerball keine kleinen Brötchen backen. „ Der Bäckerball ist mittlerweile eine der größten Veranstaltungen im Aachener Karneval“, erklärt der Bäckermeister. Und er hat eine Tradition, die bis ins Jahr 1924 zurückführt. Da wurde nämlich der Gesangsverein der Aachener Bäcker gegründet. Schon vor dem Krieg hatte dieser angefangen, Karnevalsbälle zu initiieren. 1951 wurde diese Tradition dann wieder aufleben gelassen.

„Stimmgewaltig sind wir zwar immer noch, aber keine guten Sänger mehr“, sagt Josef Drouven heuer und lacht. Viel ernster ist da eine andere Veränderung: In den Anfängen zählte Aachen noch 200 Bäcker, nun sind es kaum mehr als 30. Und die eifern den Rest des Jahres um Kunden und Marktanteile. „Es werden immer weniger Bäcker und die stehen in einem harten Konkurrenzkampf“, erklärt Drouven, „Das ist einfach so.“ Umso bemerkenswerter, dass die Tradition des Bäckerballs unantastbar erscheint.

Dabei hätten die Aachener Bäcker zig gute Gründe, ihres Handwerks zuliebe die Füße karnevalistisch hochzulegen. „In der Karnevalszeit haben wir Bäcker auch so alle Hände voll zu tun“, berichtet Drouven. Der Sonntag nach dem Bäckerball ist bis Aschermittwoch wohl der einzige Tag, an dem er ausschlafen kann – nach einer hoffentlich einmal mehr gelungenen Veranstaltung.

Auf dem Programm der Sitzung (die ist nahezu ausverkauft) stehen ab 19.30 Uhr neben dem Bäckerelferrat, angeführt von Präsident Michael Nobis, die Kenger vajjen Beverau, Josef, Jupp und Jüppchen, Nicolas Meessen, die Friends of Fantasy, die Big Maggas, die 4 Amigos, Kasalla, TN Boom, Dirk von Pezold, De Originale, die Schlenderhahner Lumpe und Prinz Thomas II. Viel besser geht es nicht. Zusammengestellt hat es Christian Mourad mit den Bäckerelferräten Heiner Nobis und Thomas Römer. Die große Party – der eigentliche Ball (ein paar Karten gibt es immer noch an der Abendkasse) - startet dann ab 21 Uhr mit Live-Musik und DJs.

Neu sind in diesem Jahr die Gestaltung des Eingangsbereichs und eine Cocktailbar. „Wir analysieren jedes Jahr und entwickeln uns immer weiter. Wir sind da ziemlich innovativ und wollen nun noch mehr Flair reinbringen“, sagt Drouven. Quasi als neue Zutat zum Erfolgsrezept.

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