Das „Eine Welt Forum“ entwickelt Nachhaltigkeitsprojekt

Von: Marie Ludwig
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Aachen. Das Eine Welt Forum Aachen hat ein neues Projekt ins Leben gerufen. Nach zwei Jahren Planungszeit startet nun: „Gutes Leben 2.0“, ein Projekt, dass sich für ein bewussteres Leben engagiert.

„Schüler, Jugendliche und junge Erwachsene sollen die Möglichkeit bekommen, sich über Konsum, Wachstum, seine Grenzen und Alternativen zu informieren und aktiv zu werden“, sagt Projektleiterin Andrea Milcher. Zusammen mit Jan Salzmann, dem Vorstand des Eine Welt Forum Aachen und Maryam Aliakbari hat sie die Idee zum Projekt entwickelt.

Rund 260.000 Euro haben die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, Brot für die Welt und katholische Fonds bereitgestellt, sodass das Projekt bis Ende August 2018 laufen wird. Zusammen mit den Kooperationspartnern Bund der Deutschen Katholischen Jugend, dem Jugendreferat des evangelischen Kirchenkreises und dem Weltladen sind Aktionen an Schulen geplant. Die dafür nötigen Teamer möchte Milcher zuvor in eigenen Schulungen ausbilden.

Rund 30 junge Erwachsene sollen lernen, wie sie selbstständig an Schulen zu den Themen Konsum, Wachstum und Alternativen unterrichten können. Außerdem wird es eine zusätzliche Ausbildung für weitere 50 junge Erwachsene geben, die selbige Themen in kreativen Projekten und im Social Media Bereich umsetzen möchten. Die Fortbildungen kosten jeweils 65 Euro.

Zusätzlich zu den interaktive Lernstationen soll „Gutes Leben 2.0“ auch Raum für Diskussion ermöglichen. Zusammen mit der philosophischen Fakultät der RWTH Aachen, „Logoi“, dem Institut für Philosophie und Diskurs und der VHS soll die Veranstaltungsreihe „PhilAixchange“ ins Leben gerufen werden.

Außerdem sind weitere Aktionen geplant: Zum Beispiel soll eine Einkaufssituation neu betrachtet werden. „An der Kasse bekommen alle Teilnehmer anstelle eines Kassenbelegs eine ökologische Quittung“, erklärt Salzmann. Auf dieser steht dann, welche Ressourcen für jedes gekaute Produkt verbraucht wurden – vom Wasser bis zur Arbeitskraft.

Doch auch Salzmann weiß, dass vielen diese Umstände bereits bewusst sind: „Rund 96 Prozent der Jugendlichen wissen, wie die Textilindustrie funktioniert, aber nur zwei Prozent kaufen fair gehandelte Mode.“ Mit dem Projekt hofft er, dass die Missstände so bewusstgemacht werden, dass danach auch anders gehandelt wird.

Bevor das Projekt losging, wurde eine Umfrage zum Thema gutes Leben gemacht. „Die meisten Jugendlichen haben viel Wert auf Familie, Freunde und eine gesicherte Arbeit Wert gelegt“, sagt Salzmann. Auch Reisen oder ein Auto seien angegeben worden, aber wenige hätten ehrenamtliches Engagement in ein gutes Leben miteinbezogen. Auch das soll das Projekt ändern.

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