Das Da-Theater zeigt „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“

Von: Marie Eckert
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Soloauftritt: Marc-Andree Bartelt spielt im Das Da Theater in der neuen Inszenierung „Monsiuer Ibrahim und die Blumen des Koran“ alle Rollen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Ganz im Stil von „Nathan der Weise“ geht’s beim neuen Stück im Das Da Theater um Religionen, Unterschiede und friedliches Zusammenleben. „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ ist ein Theaterstück des französischen Autors Éric-Emmanuel Schmitt und feiert am Donnerstag, 3. November, Premiere im Theater an der Liebigstraße.

Der junge Moses hat’s nicht leicht: Er lebt allein mit seinem depressiven Vater in Paris, der immerzu auf ihm herumhackt, schmeißt den Haushalt und erledigt alle Einkäufe. Einen Freund findet er in dem alten Monsieur Ibrahim, der einen Kolonialwarenladen betreibt und bei allen nur „der Araber an der Ecke“ ist.

Nachdem Moses von seinem Vater fälschlicherweise des Diebstahls bezichtigt wird, fängt er aus Trotz tatsächlich mit dem Klauen an – bei seinem Vater und bei Monsieur Ibrahim. Letzterer durchschaut den jüdischen Jungen schnell und nimmt ihm ein ungewöhnliches Versprechen ab: Wenn Moses schon stehlen muss, dann nur bei ihm im Laden.

Das Stück ist ein Monolog, alle Rollen werden von Marc-Andree Bartelt übernommen. Das Bühnenbild ist einheitlich, nur durch verschiedene Beleuchtungseffekte werden unterschiedliche Orte auf der großen Bühne lebendig – zum Beispiel der Laden von Ibrahim, symbolisiert durch einen gepolsterten Hocker, oder das Zimmer von Moses mit einem großen Regal.

„Es gibt bewusst keine Trennung zwischen Publikum und Bühne, unser Schauspieler geht zwischendurch auch ins Publikum rein, um seine Geschichte noch besser erzählen zu können“, erklärte Tom Hirtz, Geschäftsführer und künstlerischer Leiter des Theaters. „Obwohl es ein sehr aktuelles Thema ist, hat man nie das Gefühl, dass man belehrt wird, man bekommt einfach eine schöne Geschichte erzählt.“

80 Minuten ohne Pause

80 Minuten dauert das Stück, Pause gibt es keine, um den Erzählfluss nicht zu stören, wie Hirtz sagte. Seit fünf Wochen probt Bartelt schon im Theater, denn das Stück bedeutet für ihn auch, eine Menge Text zu lernen. „Das war echte Fleißarbeit“, räumte er ein. „Dafür ist es aber auch das erste Mal, dass ich einen Monolog spielen kann – eine Herausforderung, die mir großen Spaß macht.“

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