Das Da-Theater: Drei Pinguine mischen die Arche Noah auf

Von: Marie Eckert
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Ein Pinguin zu viel an Bord? Auf der Arche herrscht plötzlich Aufregung. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Das Bild von der Arche Noah mit unzähligen Tierpaaren kennt fast jedes Kind – aber was genau steckt dahinter? Mit eher ungewöhnlichen Akteuren wird diese Frage ab Samstag, 5. November, im Das Da-Theater geklärt: Mit Pinguinen.

Die niedlichen Seevögel sind die Hauptdarsteller im neuen Stück „An der Arche um Acht“ von Ulrich Hub.

„An der Arche um Acht“ – so die Anweisung der Taube (Lisa-Marie Seidel) an zwei Pinguine (Marc-Andree Bartelt und Jan Westphal), die zu den Auserwählten gehören und der ungeheuren Sintflut auf der Arche entfliehen dürfen. Eigentlich ein Glücksfall, wäre da nicht ihr Freund, der dritte Pinguin (Malte Sachtleben). Unmöglich können die beiden ihn im Stich lassen und schmuggeln ihn kurzerhand auf das rettende Schiff. Bis die Taube, die alle Flügel voll mit seekranken Giraffen und ängstlichen Antilopen zu tun hat, dem Trio auf die Schliche kommt. Aber da hat die Arche längst abgelegt…

Ernster Kern

Die Komödie hat einen ernsten Kern: Sie behandelt die Frage des Glaubens an Gott, religionsübergreifend, vor allem aber auch Themen wie Solidarität, Freundschaft und faires Verhalten, wie Tom Hirtz, Geschäftsführer und künstlerischer Leiter des Das Da-Theaters, erklärte. Bei der Suche nach Antworten auf die essenziellen Fragen helfen die Pinguine, die mit ihrer Naivität immer wieder einfache Antworten finden, und auch die Gesangs- und Choreographieeinlagen, die für Abwechslung sorgen.

„Schon früh in den Proben haben wir wieder 30 Grundschüler miteinbezogen“, sagte Hirtz. Diese Schüler konnten schon vorab Teile des Stücks sehen, danach wurde darüber diskutiert, um noch mögliche Änderungen vornehmen zu können. „Man sieht so sehr gut, ob das Stück ankommt und ob es kindgerecht ist“, betonte er. Die Kostüme seien abstrakte Versionen von Pinguinen, orange Stiefel, weiße Hose, schwarzes Jackett und Badekappe, genauso die Bühne: Aufgespannte Schirme repräsentieren das Deck, geschlossene die Reling.

Auf Tour in den Schulen

Rund 130 Vorstellungen wird das Ensemble des Das Da-Theaters insgesamt geben, Zielgruppe sind die Klassen eins bis fünf. Wobei Hirtz einräumte: „Eine Grenze nach unten gibt es wohl, nach oben aber eigentlich nicht.“ Geschwister, Eltern und Großeltern gingen bisher ebenso gut unterhalten aus den Kinderstücken des Theaters heraus. Man kann sich also wieder auf einen großen Familienspaß freuen. Ein Teil der Vorstellungen findet im Theater selbst statt, aber auch Schulen besucht das Ensemble am Vormittag und führt das Stück auf.

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