Brand - Das Blumenmädchen und die feine Dame: „Pygmalion“ im Theater Brand

Das Blumenmädchen und die feine Dame: „Pygmalion“ im Theater Brand

Von: Jonas Kirschgens
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Ob die einfache Verkäuferin mit etwas Training noch zur feinen Dame wird? Dieser Frage gehen die Schauspieler (v.l.) Reinhold Meinecke, Patrick Gier, Uli Leines, Heike Kaiser und Kamilla Leines in „Pygmalion“ auf den Grund. Foto: Kurt Bauer

Brand. „Lassen Sie sich entführen in die Welt der Sprachen“, sagte Theaterleiterin Wilma Gier am Abend der Premiere von „Pygmalion“ von George Bernhard Shaw im Theater Brand. Nicht jedem mag das Stück „Pygmalion“ auf Anhieb etwas sagen, doch die Geschichte des adaptierten Musicals „My Fair Lady“ aus dem Jahre 1956 ist den meisten wohl bekannt.

Unter der Regie von Olga Romanovskaya gelang dem Ensemble eine Mischung aus charmanter Komödie und musikalischer Romanze. Denn auch dieses Mal hatte sich das Theater am Freunder Heideweg dazu entschieden, das Theaterstück zum Musical umzuwidmen – dieses Mal sogar mit Live-Musik im Hintergrund von Martin Schmidt von der Musikschule Brand und Pianist Arcadie Tribois.

Der Plot stammt zwar aus Shaws „Pygmalion“, doch als Musik wurden die bekanntesten Lieder aus „My Fair Lady“ gewählt. Mit den verschiedensten Bühnenbildern, klassisch englischen Kostümen und einem großen Ensemble auf Aachens kleinster Bühne wurden die rund 100 Besucher bestens unterhalten. Mit einer Spielzeit von mehr als 120 Minuten plus Pause ist das Stück zwar lang, doch der minutenlange Applaus der Besucher zeigte, dass es sich gelohnt hatte.

Das Stück „Pygmalion“ erzählt die Geschichte des selbstherrlichen Sprachwissenschaftler Professor Henry Higgins (Patrick Gier), der mit dem Linguisten Colonel Pickering (Reinhold Meinecke) eine Wette abschließt. Er wettet, er könne eine arme Blumenverkäuferin, Eliza Doolittle (Kamilla Leines), zu einer Herzogin machen, indem er ihr beibringt wie eine Dame der feinen Londoner Gesellschaft zu sprechen. Die arme Blumenverkäuferin ist jedoch vollkommen ohne Manieren und ihr Akzent eröffnet direkt, dass sie aus der „Gosse“ kommt. Zusammen arbeiten sie monatelang mit Eliza Doolittle und versuchen mit ihrem Experiment die perfekte Frau zu erschaffen. Wird es Higgins gelingen?

Das kann man noch bis zum 1. Mai in einer der acht Vorstellungen von „Pygmalion“ im Theater Brand herausfinden. Jeden Freitag und Samstag gibt es eine Vorstellung um 20 Uhr und jeden Sonntag um 18 Uhr. Zudem gibt es eine Vorstellung am Montag vor dem Tag der Arbeit um 20 Uhr und am 1. Mai um 18 Uhr.

Karten gibt es entweder im Internet unter www.theater-brand.de oder in der Buchhandlung am Markt in Brand.

 

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