Das Bewusstsein für das Grundgesetz schärfen

Von: Johannes Leitner
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Wollen wichtige Bewusstseinsarbeit leisten: Laura Distelrath (links, "NRWeltoffen"), Beate Blüggel (VHS) und Norbert Greuel (Bürgerstiftung). Foto: Harald Krömer

Aachen. Artikel 1 des Grundgesetzes besagt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Doch kennen den auch diejenigen, die neu hier sind, Flüchtlinge etwa, die aus Ländern mit völlig anderen Wertvorstellungen und Kulturen kommen. Und wissen wir selbst überhaupt so genau, was sich hinter den Artikeln unserer Verfassung für Rechte, aber auch Pflichten verbergen?

Diese Fragen möchte die Volkshochschule Aachen (VHS) mit einem Vortrag und zwei sich daran anschließenden Schulungen beleuchten und damit auch den Austausch und die Diskussion fördern. Die Veranstaltungen sind Resultat einer Kooperation der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen mit dem Programm „NRWeltoffen“ der VHS.

Den Auftakt macht am Donnerstag, 5. Oktober, im VHS Forum Norbert Greuel, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, mit dem Vortrag „Die wichtigsten Grundrechte und -pflichten in Deutschland“. Der Referent nähert sich dem Themenkomplex über zwei Zugänge.

„Zum einen hatten wir in unserem Projekt ‚Willkommen‘ für Flüchtlinge das Unterprojekt ‚Grundrechte‘, in dem wir 2016 ein Faltblatt mit den ersten 20 Artikeln des Grundgesetzes herausgegeben haben, leicht verständlich geschrieben und in mehrere Sprachen übersetzt. In dem Blatt erklären wir, welche Rechte und Pflichten sich daraus ergeben. Zum anderen haben wir vor dem Hintergrund des wachsenden Rechtspopulismus das Projekt „Offenes Aachen – Initiative für Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt ins Leben gerufen“, so Greuel.

Die Zielgruppe des Vortrags sind also sowohl Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund als auch jene, die schon immer in Deutschland leben. „Ich würde mich freuen, wenn auch Menschen kommen, die bezüglich Integration vielleicht ganz anderer Meinung sind. Wir wollen den Dialog suchen“, betonte Greuel. Die Thematik des Vortrags wird in zwei Schulungen am Mittwoch, 29. November, und am Dienstag, 23. Januar, vertieft. Diese richten sich speziell an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und finden ebenfalls im VHS Forum statt.

Laura Distelrath, Projektleitung von „NRWeltoffen“, erklärte das Landesprogramm näher: „In NRW gibt es 24 dieser Projekte. Wir arbeiten hier gemeinsam für ein weltoffenes Aachen. Dazu entwickeln wir Konzepte gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Wir verstehen Integration als gegenseitigen Prozess und wollen einen Austausch auf Augenhöhe.“

Es solle ein Austausch mit Menschen aller Kulturen stattfinden mit dem Ziel, ebendiese kulturellen Unterschiede mit den Werten des Grundgesetzes in Einklang zu bringen, ergänzte sie. Die Veranstalter hoffen daher auf viel Zulauf und eine rege Diskussion am 5. Oktober.

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