Das 3-D-Festival „Geometry Lab“ steigt im Ludwig Forum

Von: Claudia Heindrichs
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Faszinierende Möglichkeiten durch neue 3-D-Drucktechnik: RWTH-Professor Leif Kobbelt (r.) demonstrierte zum Beispiel, wie man komplexe Gitterstrukturen herstellen kann. Mit Doris Vallée vom Stadtteilbüro Nord, Museumschef Dr. Andreas Beitin und Jutta Göricke vom städtischen Presseamt (v.l.) lädt er Anfang November zum „Geometry Lab“, für das man sich jetzt bereits anmelden kann. Foto: Harald Krömer

Aachen. Schon die alten Griechen nutzten die Verbindung zwischen Kunst und Geometrie, um Gebäude oder Skulpturen zu bauen. Das funktioniert heute noch genauso wie damals, auch wenn es mittlerweile viel schneller und einfacher geht.

Professor Dr. Leif Kobbelt, Leiter der Visual Computing Institute an der RWTH Aachen, erklärt die Faszination an dem Thema so: „Geometrie kennt jeder aus der Schule. Doch wer glaubt, dass mit Pythagoras alles gesagt und erforscht sei, der irrt sich.“ Es gebe auch heute noch viele offene Fragen in der Forschung, die sich um die Geometrie drehen.

„Wir forschen dabei auf den Gebieten der Erzeugung, Optimierung und Darstellung von komplexen 3-D-Modellen.“ Deshalb sei es für ihn und sein Team eine große Freude, gemeinsam mit dem Ludwig Forum für Internationale Kunst das Projekt „Geometry Lab“ des „Future Lab Aachen“ zu realisieren. Letzteres ist eine Initiative der Stadt Aachen und ihren vier Hochschulen, um wissenschaftliche Aktivitäten in der Region sichtbar zu machen.

Ausstellung rund ums Thema

Das 3-D-Festival „Geometry Lab“ findet von Freitag, 3. November, bis Sonntag, 5. November, im Ludwig Forum, Jülicher Straße 97-109, statt. Von jeweils 10 bis 17 Uhr ist die Ausstellung zu dem Festival geöffnet. Hierbei wird Kunst mit wissenschaftlichen Exponaten konfrontiert. „Zum Einsatz kommt alles von Bauklötzen und Spiegeln bis zu Computern und VR-Brillen“, so Forumsdirektor Dr. Andreas Beitin.

Besonders interessant: Die Zuschauer können zusehen, wie die berühmte „Supermarket Lady“ von Duane Hanson live in 3D und Originalgröße gedruckt wird. Zusätzlich besteht für die Besucher die Möglichkeit, an unterschiedlichen Kurzvorträgen, Talkrunden und Workshops teilzunehmen. Der „Science Talk“ findet am Sonntag, 5. November, von 10.30 Uhr bis 12 Uhr statt und beantwortet unter anderem Fragen wie: Was ist Geometrie und welche Bedeutung hat sie für Wissenschaft und Kunst?

„Zometool“, „Paper Folding“ und „3-D-Printer to go“ heißen die Workshops, für die man sich ab sofort unter www.geometrylab.rwth-aachen.de anmelden kann. „Zometool“ ist ein geometrisches Spielzeug, mit dem man komplexe Gitterstrukturen zusammenstecken kann. Die Teilnehmer werden gemeinsam ein großes Modell aus mehr als 1000 Teilen aufbauen. Am 3. und 5. November findet „Zometool“ jeweils von 12 bis 16.30 Uhr, am 4. November von 10 bis 14.30 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos und für Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren geeignet.

Zeitgleich laufen auch die beiden anderen Workshops im Ludwig Forum. „Paper Folding“ wird vom Geometrie-Künstler und Mathematiker Rinus Roefels geleitet. Er gestaltet gemeinsam mit den Teilnehmern faszinierende geometrische Formen und ästhetische Konstruktionen aus Papier und Pappe. 15 Euro kostet die Teilnahme inklusive Material und ist für Kinder ab 14 Jahren und Erwachsene gleichermaßen interessant.

Wer an einem der Festivaltage etwas ganz Besonderes mit nach Hause nehmen möchte, der kann am „3-D-Printer to go“-Workshop teilnehmen. In nur drei Stunden bauen die Teilnehmer unter Anleitung von 3-D-Druck-Experten ihren eigenen 3-D-Drucker. 199 Euro kostet der Workshop, bei dem Erwachsene und Kinder ab 14 Jahren die Prinzipien der 3-D-Drucktechnik lernen und danach realistisch beurteilen können, was umsetzbar ist und was nicht. Ihren zusammengebauten Drucker können die Teilnehmer behalten.

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