Aachen - „Dankeschön“ für den Einsatz zugunsten der Kleinsten

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„Dankeschön“ für den Einsatz zugunsten der Kleinsten

Von: Svenja Pesch
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Bündnis 90/Die Grünen danken Erziehern anlässlich des „Tags der Kinderbetreuung“ und machen auf Missstände aufmerksam Symbolfoto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Aachen. Danke – ein kleines Wort mit einer großen Bedeutung. Oftmals zu selten gesagt, freuen diejenigen, die es hören, sich häufig um so mehr. So wie Ulrike Noack, Leiterin der Kita „Talbotzwerge“, Schwerpunktkindertagesstätte für Inklusion in der Talbotstraße, die sich nicht nur über den großen Blumenstrauß freute, den ihr Karin Schmitt-Promny, Vorsitzende des Inklusionsbeirates von den Grünen überreichte, sondern vor allem über den damit verbundenen Dank.

Anlässlich des „Tags der Kinderbetreuung“ nutzten Schmitt-Promny und Fraktionssprecherin Melanie Seufert die Gelegenheit, um Danke zu sagen und um auf notwendige Verbesserungen im Kita-Bereich hinzuweisen.

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist zwar mittlerweile im Alltag anerkannt, aber das kann zu einem Großteil nur mit Hilfe der gut 700.000 Fachkräfte im Erziehungswesen in der gesamten Bundesrepublik realisiert werden“, betonte Schmitt-Promny und ergänzte: „Sie sind es, die bestmögliche Betreuung, Bildung und Erziehung jeden Tag aufs Neue fördern und gestalten.“ Umso wichtiger sei es deshalb, eine auskömmliche Finanzierung zu gewährleisten. Das gelte sowohl für die Einrichtungen selbst, als auch für die Erzieherinnen und Erzieher, so die Grünen-Politikerin ferner.

Zudem plädierte sie dafür, dass es nicht nur einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz gebe, sondern auch einen Rechtsanspruch auf gute Qualität in den jeweiligen Einrichtungen. „Unsere Zielvorstellung ist eine eins zu drei-Betreuung bei den unter Dreijährigen und eine eins zu sieben-Betreuung bei Kindern ab drei Jahren. Es darf nicht bei der Würdigung der Arbeit stehenbleiben, wir müssen gewährleisten, dass die Rahmenbedingungen für alle Betroffenen optimal sind“, sagte Karin Schmitt-Promny.

Doch wie sieht es aus mit der Wertschätzung im Alltag? „Von den meisten Eltern erhalten wir schon ein positives Feedback. Sie wissen, was hier täglich geleistet wird. Allerdings merken wir auch, dass es immer schwerer wird, Erzieherinnen und Erzieher zu finden. Den Fachkräftemangel merken wir deutlich. Das liegt meiner Meinung nach auch an der schlechten Bezahlung. Dabei ist der Job wirklich herausfordernd, anspruchsvoll und vielseitig“, betonte Noack.

Aktuell werden die 55 Kinder, die die Kita „Talbotzwerge“ täglich besuchen, von 20 Erzieherinnen und Erziehern sowie einigen Therapeuten betreut. Daniela Jahn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte (VKM), hob noch einen weiteren Punkt hervor: „Wertschätzung ist wichtig, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren. Denn sie zeigen jeden Tag vollen Einsatz und begleiten die Kinder in einem wichtigen Zeitfenster ihres Lebensweges. Sie sind nicht nur Erzieher, sondern auch Tröster und Weggefährte.“

 

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