„Dance 4 Pänz“: Talente wagen sich aufs Parkett

Von: mh
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Aachen. Mitten in der kalten Jahreszeit werden die Sohlen – und die Seelen – des talentierten Nachwuchses vielerorts längst aufs Schönste erwärmt.

„Dance 4 Pänz“ heißt das Zauberwort, wenn rund 100 Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichsten Einrichtungen am 13. Juni die erste große Premiere in Sachen Parkettkunst in der Dreifaltigkeitskirche gestalten.

Jutta Kröhnert von der Aachener Kulturinitiative Akut und Ben Scheffler, Vorsitzender des Vereins Cultur Bazar, ziehen die Fäden bei den Vorbereitungen für das große Parkett-Fest unter dem Motto „Chance Tanz“ mit nicht weniger als 14 weiteren Partnern, darunter dem Das Da Theater, der Euro-Jugend, der VHS, diversen Schulen und dem Bildungsbüro der Städteregion, das die Koordination übernommen hat, sowie nicht zuletzt professionellen Tänzern aus der freien Szene.

Selbst im fernen Berlin, erzählt Scheffler, schaut man inzwischen mit Begeisterung in den äußersten Westen der Republik. Finanziert wird die Aktion nämlich maßgeblich durch das Förderprogramm „Kultur macht stark“ der Bundesregierung. „Wir hoffen, dass wir das Projekt in den kommenden Jahren als feste Größe etablieren können“, erklärt Jutta Kröhnert.

Nicht von ungefähr verweist die Akut-Vorsitzende in diesem Zusammenhang auf die höchst erfolgreichen Schultheatertage, die alle zwei Jahre mit Pennälern aus inzwischen rund 50 Einrichtungen in der Region Aachen/Düren über die großen Bühnen der Region gehen. Professioneller Beistand, etwa durch Dozenten der Tanzschule Dance Loft, gehört auch diesmal zum Konzept, das sich im Übrigen keineswegs allein künstlerisch-ästhetischen Ansprüchen verschrieben hat.

Es geht vor allem darum, junge Menschen mit unterschiedlichsten sozialen Hintergründen im Wortsinn ein gemeinsames Fundament zu bieten, betonen Kröhnert und Scheffler. „Tanz ist bestens geeignet, Barrieren zu überwinden, neben sportlichen vor allem soziale Kompetenzen zu verbessern und dabei eine Menge Spaß zu haben.

Kurzum: Er bietet eine fantastische Möglichkeit für echte Teilhabe.“ Kinder von Migranten sind dabei ebenso willkommen wie junge Behinderte, die zum Beispiel im Projekt „Colours“ gemeinsam mit nichtbehinderten Altersgenossen ein eigenes Stück erarbeiten.

Um die Unterstützung von höchster politischer Ebene langfristig zu sichern, wird „Chance Tanz“ zwecks Evaluation von Experten des Berufskollegs Stolberg/Simmerath begleitet. Inzwischen stehen sieben Einzelprojekte in den Startlöchern.

Bis zur rund dreistündigen Abschlusspräsentation in der Dreifaltigkeitskirche ist das Teilnehmerfeld folglich abgesteckt. Aber: Das brandneue „Format“ soll in den nächsten Jahren weitere, weite Kreise ziehen.

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