„Dance 4 Pänz“: Eine Sprache, die keine Wörter benötigt

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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„Und dann die Füße zum Himmel...“: Die insgesamt sieben Tanzprojekte von „Dance 4 Pänz“ ernteten bei ihrer Premiere in der Dreifaltigkeitskirche jede Menge Applaus. Foto: Andreas Schmitter
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Alles im Rahmen: So lautete das Motto der Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule. Foto: Andreas Schmitter
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„Dance 4 Pänz“ zauberte allen Beteiligten ein Lachen auf das Gesicht. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Endlich dürfen sie raus. Hinter dem schwarzen Vorhang hört man kurz bevor die Musik startet noch vereinzeltes Lachen und leises Gemurmel. Dann wird es still. Und nur wenige Sekunden später ist es geschafft. Der Auftakt des zum ersten Mal stattfindenden „Dance 4 Pänz“-Festivals ist gefallen.

In der Dreifaltigkeitskirche präsentieren insgesamt sieben Tanzprojekte mit 100 Kindern, sechzehn Projektpartner und einige Tanzprofis das Resultat ihrer monatelangen Arbeit. Finanziert durch „Kultur macht Schule in NRW“, ausgehend von „Chance Tanz“, soll „Dance 4 Pänz“ Kindern und Jugendlichen vermitteln, dass Tanz eine Möglichkeit ist, sich jenseits von Sprache, nur mit dem Körper, auszudrücken. Auch das Erlebnis, einmal auf einer Bühne zu stehen und sich im Applaus der Zuschauer zu sonnen, ist ein weiterer Aspekt, der innerhalb dieses Projektes verfolgt wird.

Gabriele Roentgen, Leiterin des Bildungsbüros der Städteregion, freut sich, dass die Kirche bereits am führen Morgen schon so gut gefüllt ist: „Das Projekt ist inklusiv und führt Kinder und Jugendliche an das Thema Tanz heran. Da die Resonanz so groß ist, wird das Ganze auch nächstes Jahr weitergeführt. Wir wünschen uns zudem, dass „Dance 4 Pänz“ in das Schrittmacher-Festival einbezogen werden kann, denn gerade für die Teilnehmer ist der Auftritt etwas Besonderes.“

Extra aus Berlin eingereist, stattet auch Katharina Schneeweiß, Projektleiterin des Projektbüros „Chance Tanz“, den Teilnehmern einen Besuch ab und erzählt dabei, dass bei den 270 Tanzprojekten in ganz NRW Aachen mit sieben Bündnissen ganz weit vorne sei. Diese Aussage zaubert allen Beteiligten gleich ein weiteres Lächeln auf die Lippen. Schließlich haben sie alle viel Zeit und Herzblut in die Choreografien gesteckt. So ist es umso schöner zu sehen, dass bei dem ersten Auftritt der Eurojugend, die unter dem Motto „Colours“ ein buntes Stück mit verschiedenen Tanzelementen zeigt, alles wie am Schnürchen läuft. Langer Applaus und stolze Eltern wohin das Auge blickt.

Auch die anderen Gruppen – die Käthe-Kollwitz-Schule, die KGS Beeckstraße, die OGS Hanbruch, das freie Tanzensemble JUTAC, die Heinrich-Heine-Gesamtschule und die Gesamtschule Brand – bringen den Tanz in all seinen Facetten auf die Bühne. Dabei hat jede Gruppe inhaltlich einen anderen Schwerpunkt. Bei der Eurojugend geht es, wie der Titel schon sagt, um Farben und um die damit verbundene Einzigartigkeit, die jeder Mensch besitzt und die jeden einzelnen auszeichnet. Bei der Käthe-Kollwitz-Schule ist „alles im Rahmen“ und das gleich in mehrfacher Hinsicht.

Im Rahmen sein oder ausbrechen aus den vorgegebenen Einfassungen? In einer etwas anderen Form stellt auch JUTAC die Frage, was man tun möchte: Rausgehen in die Welt oder lieber doch in vertrauter Umgebung bleiben? Thematiken, die aktuell sind und mit denen sich die Kinder und Jugendlichen identifizieren können. Und egal, ob Ballett, Hip-Hop oder zeitgenössischer Tanz, jede Gruppe hat für sich gezeigt, dass Tanzen eine grenzüberschreitende Sprache ist, die Menschen zusammenführt und Freundschaften fördert.

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