Damit die Zeit nicht verlorengeht

Von: Mischa Wyboris
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Heimatverbunden: Franz-Josef Heuser (links) und Helmut Vondenhoff freuen sich auf das Jubiläumsfest ihres Heimatvereins Haaren/Verlautenheide 1984 am 13. September. Foto: Dirk Salm

Aachen. Helmut Vondenhoff ist schon eine Weile raus aus dem Berufsleben. Dennoch: „Ich habe eine steile Karriere hinter mir”, resümiert der 67-Jährige mit Blick auf die vergangenen drei Jahre, in denen er es bis zum Vorsitzenden des Heimatvereins Haaren/Verlautenheide 1984 gebracht hat.

„Dass das allerdings mit jeder Menge Arbeit verbunden ist, habe ich erst nachher gemerkt”, sagt Vondenhoff mit einem Lachen.

Monatliche Treffen im Heimatforum, Wanderungen, Vortragsabende, Tagesfahrten - und jetzt auch noch das große Mühlenfest zum 25-jährigen Bestehen des rund 160 Mitglieder starken Vereins, der im Heimatforum in der alten Schule an der Germanusstraße zu Hause ist: „Das muss alles organisiert werden”, sagt Vondenhoff.

Haaren, das ist nicht mehr das „Kneipendorf mit mehr als 20 Lokalen, in denen man über alte Zeiten sinniert hat”, erklärt Franz-Josef Heuser, Geschäftsführer des Heimatvereins. „Deshalb findet sämtliche Kommunikation jetzt im Heimatforum statt und nicht mehr in der Kneipe um die Ecke”, sagt Heuser.

Den Stoff liefern die Bürger der bis 1972 noch selbstständigen Gemeinde Haaren höchst selbst - direkt bei den „Verzäll-Abenden” in geselliger Runde oder in Form von dem Verein zur Verfügung gestellten Dokumenten. Stapelweise Urkunden, Verträge und alte Bücher, mehr als 1000 Fotos und einige historische Landkarten ruhen im Archiv im Heimatforum.

„Wir haben mehr und mehr Leute aus der Reserve locken können, uns ihre Dokumente zur Verfügung zu stellen”, sagt Vondenhoff. Mit Genehmigung der Stadt Aachen (und natürlich im Rahmen des Datenschutzes) verfügt der Verein nicht nur über Kopien aller Stammesurkunden bis 1900, sondern auch über historisches Kartenmaterial von 1770 und eine Luftaufnahme von Haaren aus dem Jahre 1932.

„Wir wollen die Geschichte Haarens nicht in der Großstadt untergehen lassen”, sagt Heuser, während er in einem Exemplar der neuen Ausgabe des Heimatheftes „Haaren - Vor den Toren der Stadt Aachen” blättert. Die 16. Ausgabe des Nachschlagewerks über Haaren-Historie und Verlautenheide-Vergangenheit wird bei der Jubiläumsfeier am Tag des Denkmals, Sonntag, 13. September, vorgestellt.

Bei aller Historienbegeisterung vergisst Heuser nicht, dass auch die Gegenwart schnell zur Geschichte werden kann: „Wir sammeln auch alles, was die heutige Zeit dokumentiert und vielleicht gerade in den Kellern und auf den Speichern der Bürger schlummert”, sagt der 58-Jährige. „Damit die Zeit nicht verlorengeht.”

Am Tag des Denkmals, Sonntag, 13. September, feiert der Heimatverein Haaren/Verlautenheide ab 11 Uhr an der Welschen Mühle in der Haarbachtalstraße sein Jubiläumsfest zum 25-jährigen Bestehen. Auf dem Programm stehen musikalischer Frühschoppen, Buchvorstellung, Mühlenführungen sowie Lieder und Vorträge in Mundart.

Das 16. heimatkundliche Heft „Haaren - Vor den Toren der Stadt Aachen” (Nr. 22) mit Bilderserien, Mundart und Vereinsgeschichte umfasst 178 Seiten mit 213 Bildern und ist für 10 Euro im Heimatforum und im Internet erhältlich. Die Homepage des Heimatvereins: http://www.haaren-verlautenheide.de
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