Aachen - Damit die Sicherheit keine wackelige Angelegenheit ist

Damit die Sicherheit keine wackelige Angelegenheit ist

Von: Annika Kasties
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„Praxistraining im Schonraum” stand bei den Drittklässlern der Domsingschule auf dem

Aachen. Es ist eine teilweise noch recht wacklige Angelegenheit. Vorsichtig fahren die Kinder mit ihren Fahrrädern über den Katschhof. Halbierte Tennisbälle auf dem Boden weisen ihnen den Weg entlang des Parcours. Doch nicht jedes Kind schafft es, diese unbeschadet liegen zu lassen.

„Praxistraining im Schonraum” stand bei den Drittklässlern der Domsingschule auf dem Stundenplan. Zweirad und Fahrradhelm gehörten statt der sonst üblichen Bücher zu den Arbeitsmaterialien des Tages, denn die Kampagne „FahrRad in Aachen” des Fachbereichs für Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen stand auf dem Lehrplan. „Wir wollen erreichen, dass die Aachener Bürger mehr mit dem Fahrrad fahren”, betonte Stephanie Küpper, die das Projekt leitet. Zu einer erfolgreichen Umsetzung gehörten eben auch die ganz Kleinen.

Im Slalom

Schwerpunktmäßig bietet „FahrRad in Aachen” theoretischen und praktischen Verkehrsunterricht in den dritten Klassen an. Zu diesem Praxistraining gehören Übungen auf dem Fahrrad im Schonraum. „Im vierten Schuljahr wird die Fahrradprüfung abgelegt. Doch die Polizei hat festgestellt, dass zu diesem Zeitpunkt viele Kinder noch nicht fit genug sind, um sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen”, so Küpper. Die Slalom- und Geschicklichkeitsübungen, die die Jungen und Mädchen unter den wachsamen Augen der Polizei und Verkehrswacht durchführten, zeigten, dass teilweise noch Übungsbedarf besteht.

Doch selbst als versierter Fahrradfahrer bleibt der Schulweg eine Gefahr, sofern der Verkehrsraum im Umfeld der Schule nicht sicher ist. Dieser Baustein liegt den Eltern der Innenstadt-Grundschulen besonders am Herzen. Um Gefahren zu reduzieren, richtete die Kampagne zum Beginn des Schuljahres zwei „Elternhaltestellen” in der Judengasse und der Jesuitenstraße für die Domsingschule und die Grundschule am Fischmarkt ein. Von dort aus sollen die Schüler zu Fuß zur Schule gehen, damit Eltern mit ihren Autos keine Kinder im Eingangsbereich der Schule gefährden.

Das Problem besteht jedoch weiterhin. „Die Elternhaltestelle war eine super Idee, doch sie hat nicht viel gebracht”, sagte Heike Gassert-Schuhmann von der Schulpflegschaft. Zu den Stoßzeiten meistens zugeparkt, könnten diese kaum genutzt werden. Informationszettel und eine bessere Beschilderung könnten für Abhilfe sorgen. Darüber hinaus stellen jedoch weiterhin der Baustellen- und Zulieferverkehr eine Gefahr dar. „Die langfristige Perspektive muss sein, dass hier gar keine Autos mehr fahren dürfen”, so Irma Wüller, Leiterin der Domsingschule.
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