Damit die Kosten nicht explodieren

Von: Alexander Barth
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Debatte unter der Leitung des
Debatte unter der Leitung des stellvertretenden Chefredakteurs Bernd Büttgens: Dr. Christian Becker (Stawag), Maria Feldhaus (VZ NRW), Franz Jansen (S-Immo), Bernd Botzenhardt (Gewoge) und Michael Stephan (Altbau Plus). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Auf dem CHIO-Gelände nahe der Krefelder Straße haben bei der 6. Aachener Baumesse von Freitag bis Sonntag insgesamt 153 Aussteller in Sachen Bauen, Wohnen, Renovieren mit ihren Kompetenzpfunden gewuchert. So entstand ein hochwertiges Informations- und Kontaktforum für Bauherren und Dienstleister.

Neu bauen, sanieren, modernisieren - aber auch Finanzierung und Ausstattung von Eigenheimen waren Themen in den beiden Ausstellungshallen sowie auf der großzügigen Freifläche. Vor allem aber die Aspekte Nachhaltigkeit und Energieeffizienz beschäftigten Besucher und Fachleute.

Die trafen sich am Samstag und Sonntag auch auf der Bühne im Herzen der Albert-Vahle-Halle. Zahlreiche Interessierte lauschten den insgesamt zehn Fachvorträgen. Am Sonntagmittag begrüßte Moderator Bernd Büttgens eine illustre Expertenrunde beim spannenden Talk zum Thema „Steigende Energiekosten - wird Wohnen bald unbezahlbar?”. Dabei diskutierte der stellvertretende Chefredakteur unserer Zeitung mit führenden Vertretern der NRW-Verbraucherzentrale, von Stawag und der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (Gewoge) sowie des Vereins Altbau Plus und der Sparkassen-Immobilientochter S-Immo.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in Japan und dem fortschreitenden Umdenken in Sachen Energiepolitik kommen auch auf Hausbesitzer sowohl gesetzliche als auch preisliche Veränderungen in Sachen Versorgung zu. Die Thematik der drohenden Explosion der sogenannten „2. Miete” für Energiekosten wurde dabei ebenso behandelt wie nützliche Tipps zur energietechnischen Optimierung der eigenen vier Wände. Die Experten auf dem Podium äußerten sich vor allem zu den regionalen Entwicklungen auf dem Energiemarkt - von Infrastruktur bis Preisentwicklung, aus unterschiedlichsten Blickwinkeln.

Aus regionaler Sicht besonders interessant ist wohl das von Stawag und Gewoge auf den Weg gebrachte Konzept der Kanal-Restwärmenutzung. Dabei soll die verbleibende Energie aus der Sanitärwassererwärmung für Heizungsanlagen genutzt werden. Dieses Konzept soll schon beim Neubauprojekt Aachen-Nord umgesetzt werden, wo auf 85.000 Quadratmetern insgesamt 300 Wohneinheiten entstehen.

Stawag-Vorstandsmitglied Dr. Christian Becker erklärte außerdem, dass bei der bevorstehenden Entwicklung weg von fossilen Energien und Kernkraft Preissteigerungen nicht zu vermeiden seien: „Allein wir hier in der Region haben da Millionenprojekte vor der Brust.” In 45 informativen Minuten erläuterte die Runde so ein weites Themenfeld kurzweilig, ohne auf handfeste Tipps und perspektivische Blicke in die Zukunft zu verzichten. S-Immo-Geschäftsführer Franz Jansen hatte dann noch den wohl naheliegenden Tipp für Eigenheimbesitzer parat: „Lassen Sie Ihr Haus auf seinen energietechnischen Zustand untersuchen”.

Neben dem Info-Angebot kam der Freizeitaspekt nicht zu kurz. Für die Kinder galt es, nach Herzenslust Nägel „einzukloppen”. Laien konnten unter Anleitung die Hebel in Bewegung setzen, ehe schließlich Aachens bester Baggerfahrer ermittelt würde.
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