Damit alte Schätze nicht in der Mottenkiste landen

Von: Robert Flader
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Umgeben von lauter alten Schätzen: Wolfgang Huber vom Generalvikariat sammelt noch Spenden für die Dominformation. Am 4. November beginnt die Versteigerung im Internet. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Das alte Fahrrad, Baujahr schätzungsweise 1960, fährt immer noch. Auch mehrere Analog-Kameras, die schon das eine oder andere Jahrzehnt und unzählige Bilder auf dem Buckel haben, funktionieren einwandfrei. Von den zwei alten Röhrenradios, die schon zu Omas Zeiten lange vor allen Stereoanlagen ihren Dienst aufnahmen, ganz zu schweigen.

Im Handel findet man diese wahren Schätze jedoch nicht mehr, vielmehr sind sie Teil der großen Spendenaktion „Platz schaffen hilft” des Bistums Aachen in Partnerschaft mit der AZ und zu Gunsten der neuen Dominformation, die vis à vis der Schatzkammer eingerichtet werden soll.

„Bislang haben wir rund 750 Gegenstände gesammelt”, sagt Wolfgang Huber. Doch der Sprecher des Generalvikariats wünscht sich noch einige mehr. „Viele wissen gar nicht, was sie da noch alles im Keller haben.”

Die Versteigerung soll helfen, den Bau der neuen Dominformation zu unterstützen, an dem sich das Bistum mit einem Eigenanteil von 300.000 Euro beteiligt. 50.000 davon sollen als Spendensumme bis Anfang Dezember zusammenkommen. Dann beginnen die Bauarbeiten.

Insbesondere der Einbau einer Säule und eines Wasserspeiers aus dem Dom in die Fassade der Dominformation könne durch die Sachspenden ermöglicht „und so ein deutlicher Bezug zwischen Dom und Dominformation hergestellt werden”, erklärt Huber.

Am 4. November startet die erste Auktionsrunde beim Internetversteigerer eBay. Aufräumen, Platz schaffen und spenden: So einfach kann man helfen.

Doch nicht nur Fahrräder, Radios oder Kameras lassen sich bei der Schatzjagd finden, auch Reisebetten, Pelzmäntel, die guten alten Vorweg-Staubsauger, Pkw-Dachgepäckträger oder Harry-Potter-Bände werden bereitwillig zur Verfügung gestellt.

„Fast alle Dinge sind ganz normale Gebrauchsgegenstände”, baut Huber dem Eindruck vor, dass die Spenden nur Sammler interessieren könnten. „Hauptsache, sie funktionieren und haben einen gewissen Wert.”

Ein ganz besonderes Bonbon ist die Zugabe von Dr. Jürgen Linden: Der ehemalige OB hat genau den Spaten zur Verfügung gestellt, mit dem er durch den ersten Spatenstich den Bau des neuen Tivolis gestartet hatte. „Da sind sogar noch ein paar Sandkörner dran”, lacht Huber. Und die könnten schließlich noch den einen oder anderen Euro zusätzlich bringen.

Alle bisher gespendeten Gegenstände werden ab Mittwoch, 4. November, unter http://www.ebay.de zur Versteigerung freigegeben. Die erste Auktionsrunde läuft eine Woche. Mit dem Kürzel „yzy” in der Suchleiste kann die Versteigerung verfolgt werden.

Weitere Sachspenden können bis Samstag, 21. November, abgegeben werden. Die Gegenstände werden nach Prüfung ihres Wertes zu Hause abgeholt.

Das Projektteam ist unter 0241/452272 oder per E-mail unter platz-schaffen@bistum-aachen.de erreichhbar. Die weiteren Versteigerungen gehen bis mindestens Anfang Dezember.

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