Culinaire Kunstwandeling: Wie ein bunter Kolibri im Schlosspark

Von: Christoph Classen
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Stellt auch ihre Werke aus: Die niederländische Künstlerin Chantalle Smeets. Foto: Andreas Schmitter

Vaals. Für Kunst hat Jo Zinken den richtigen Riecher. Als er vor acht Jahren erstmals die Culinaire Kunstwandeling in Vaals organisierte, da glich der Besucheransturm eher einem lauen Lüftchen. Jetzt steht er im malerischen Schlossgarten des Hotel Kasteel Bloemendal und sagt, dass jährlich zwischen 8000 und 14.000 Kunstinteressierte die Veranstaltung besuchen.

„Es ist einfach gewachsen”, sagt Zinken.

Natürlich wurde mit der Culinaire Kunstwandeling auch der Organisationsaufwand größer. In diesem Jahr präsentieren 47 Künstler an zwölf verschiedenen Orten in Vaals rund 800 Werke. Skulpturen sind zu sehen, genau wie Gemälde, Installationen und andere Ausdrucksformen künstlerischen Schaffens. Zinkens Aufgabe ist es, diese entlang der 6,5 Kilometer langen Kunstroute ansprechend zu arrangieren.

Deswegen steht er jetzt in dem malerischen Schlosspark. Ein Ort, wo Vögel zwitschern, Brunnen plätschern und der Kies auf den Wegen bei jedem Schritt unter den Füßen knirscht. Jo Zinken zieht Arbeitshandschuhe an und hilft dabei, rostige Metallskulpturen aus einem Lieferwagen zu hieven. Nicht lange.

Drei Künstler sind gerade angekommen und Zinken begrüßt sie mit einer herzlichen Umarmung. „Es darf nicht anonym sein”, wird er später sagen, der Kontakt zu den Künstlern ist ihm wichtig, und deswegen geht er mit jedem, der gerade ankommt, erstmal einen Kaffee trinken.

Wenig später rast er wieder durch den Schlosspark und wirkt ein bisschen wie ein bunter Kolibri. Er redet mit Mitarbeitern und Künstlern, wechselt selbstverständlich zwischen drei Sprachen, beantwortet Handy-Anrufe und zeigt mit ausladenden Gesten, wo was hin soll.

Zwei, drei mit Kugelschreiber voll gekritzelte Zettel legt Zinken dabei nie aus der Hand. Da steht wohl der Plan für die diesjährige Culinaire Kunstwandeling drauf. Wenn sie am Sonntag, 12. Juli eröffnet wird, liegen rund zwei Wochen Arbeit hinter Jo Zinken. Und der studierte Kunsthistoriker ist sich sicher, dass es sich lohnt.

In einer ruhigen Minute hat er dann doch Zeit, dass Konzept der Veranstaltung zu erklären. Ihm gehe es um die Verbindung von Kunst, Natur und Geschichte. Deswegen werden Werke nicht allein im Schlosspark, sondern auch im Rathaus und in Kirchen präsentiert.

Und in Restaurants. Denn Zinken weiß, dass der pure Kunstgenuss allein nicht satt macht: „Zwischendurch ein kulinarisches Häppchen macht einen wieder aufnahmebereit.” Die sind übrigens im Eintrittspreis von 13 Euro enthalten.
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