Cross-Fahrer greift Frau mit Hund an: Polizei sucht weiter Zeugen

Von: mh
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Die Polizei sucht weiter nach Zeugen. Eine Frau und ihr Hund wurden im Wald von einem Motocross-Fahrer verletzt. Symbolfoto: Colourbox

Aachen/Moresnet. Nachdem eine Spaziergängerin und deren Hund vor knapp drei Wochen im Aachener Wald von einem Motocross-Fahrer attackiert und verletzt worden sind, fahndet die Polizei weiter mit Hochdruck nach dem Täter. Sie bittet nun jeden, der insbesondere im Grenzgebiet Crossfahrer auf Abwegen beobachtet, sich umgehend zu melden.

Wiederholt hatten auch AZ-Leser berichtet, dass sie im Bereich rings um die Lütticher Straße rücksichtslose Biker beobachtet hätten, die vor allem an Wochenenden verbotswidrig über Fußwege und durch das Gelände bretterten.

Vor allem an Wochenenden aktiv

Nach ersten Zeugenaussagen trug die Maschine des Bikers, der am Sonntag, 2. Juli (jenem Tag, an dem die Tour de France durch das Stadtgebiet führte) gegen 11.30 Uhr im Umfeld des Moresneter Wegs unterwegs war, ein niederländisches Kennzeichen mit schwarzer Schrift auf gelbem Grund. Wiederholt waren in jüngster Zeit auf dem Karlshöher Hochweg und dem Moresneter Weg, also im Waldbereich zwischen Lütticher Straße und der Grenze nach Belgien und den Niederlanden, Motocross-Fahrer gesichtet worden. Vor allem an Wochenenden benutzten sie vielfach enge Wander-, Reit- und Mountainbikewege, obwohl das verboten und gefährlich ist. Einer ihrer regelmäßigen Treffpunkte ist laut Polizei eine Schutzhütte am Pilgerweg nahe dem Ortsausgang von Moresnet.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die möglicherweise Angaben über illegale Spritztouren auf Waldwegen, über einschlägige Motorräder und deren Fahrer sowie weitere Treffpunkte von Bikern im Wald machen können.

Blutergüsse und Prellungen

Der gesuchte Motorradfahrer hatte auf einem Spazierweg völlig unvermittelt und hemmungslos auf die Joggerin eingeschlagen und -getreten. Die Frau erlitt dabei schmerzhafte Blutergüsse und etliche Prellungen. Ihren Hund fuhr der Mann offensichtlich absichtlich an, setzte ihm sogar nach und versuchte, ihn weiter zu traktieren. Ebenso wie seine Halterin musste das Tier ärztlich behandelt werden.

Der Täter, dessen Krad vermutlich in Rot und Weiß lackiert war, wurde begleitet von einem weiteren Motorradfahrer auf einer mutmaßlich blau-gelben Maschine, ebenfalls mit niederländischem Nummernschild. Beide Männer waren mit szenetypischen Motorradanzügen bekleidet; während der Täter in dunkler Kluft unterwegs war, trug sein Begleiter eine auffällig bunte Kombination. Beide waren laut Beschreibung zudem mit schweren Motorradstiefeln und Handschuhen mit Protektoren bekleidet.

Jeder, der sachdienliche Hinweise geben kann oder Krad-Vandalen auf für sie verbotenen Waldwegen sichtet, sollte sich nicht scheuen, die Polizei sofort unter der „110“ zu verständigen, betonte Behördensprecherin Petra Wienen am Freitag. Zeugen können sich ferner unter 0241/9577-33101 oder (außerhalb der Bürozeiten) unter 9577-34210 melden. Auch die Polizei in den Niederlanden und in Belgien ist in die Ermittlungen einbezogen worden, so Wienen.

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