Cooles Kupfer und Lokalkolorit in den Carolus Thermen

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
15537342.jpg
An der Spitze bekommt die Kuppel des orientalischen Bades den letzten Schliff an der neuen Kupferhaut. Sie ist im Eingangsbereich zur Saunawelt zu sehen, die ab morgen wieder offen ist. Foto: Harald Krömer

Aachen. 80 Tage wurde gehämmert, gesägt und mit Hochdruck an Öfen gewerkelt. Nun soll das Sauna-Paradies der Carolus Thermen am Mittwoch nach einer gründlichen Sanierung und einem Komfort-Upgrade wieder an den Start gehen.

Thermen-Chef Björn Jansen gab am Montag das Motto aus: Ab Mittwoch, wenn bis auf wenige Details alles fertig sein dürfte, soll man dort „schöner schwitzen“ können, schöner als jemals zuvor im Leben des Badetempels an der Passstraße, der seit 2001 täglich rund 1000 Besucher ins Öcher Thermalwasser eintauchen lässt. Optik wie Haptik der Saunalandschaft sind mit 2,4 Millionen Euro grundsaniert worden, die Einrichtung, stellte Jansen fest, war auch technisch in die Jahre gekommen. „Wir haben viel gemacht, was man nicht sehen kann“, sagte Jansen.

Viel Metall im Saunabereich

Aber das, was man Neues dort sehen kann, zeugt von Geschmack. Den Verantwortlichen waren „werthaltige Materialien“ wichtig, wie es Jansen vor der Presse ausdrückte. So hat man als Blickfang den oben in der Saunalandschaft sichtbaren Bereich der Kuppel des orientalischen Bades mit einer Kupferschicht überzogen, denn Kupfer – teilweise auch Messing – wird das beherrschende Material im Saunabereich.

In der orientalischen Badewelt werden künftig zwei neue Dampfbäder die Gäste zum Schwitzen bringen. Dafür wird man nach einer Übergangszeit das jetzige türkische Hamam schließen und dafür mehr Ruhezonen anbieten. „Wir habe hier zu wenig Plätze, um auszuruhen“, stellte Jansen fest.

Schon jetzt sind die Duschen neu, das Tauchbecken ist anders gefliest und die Saunen selbst haben einen gekühlten Boden bekommen, damit der heiße Stein nicht wie bislang die Fußsohlen der Gäste nach einem Saunagang zu heiß werden lässt. Zudem habe man die Saunaöfen von Strom auf Gas umgestellt, für die Thermen bedeutet das eine ansehnliche Kostenreduzierung: „Die neue Technik hat uns etwa 90.000 Euro gekostet, aber wir sparen monatlich 39.000 Euro“, rechnete Jansen vor.

Warme Erdtöne, orientalische Lampen mit ihren Lichteffekten und ein komplettes, ganzheitliches Lichtkonzept für den Bade- und Saunabereich in den Obergeschossen wurden ausgetüftelt. Kleinere Neuerungen wie die Umwandlung der bisherigen „Karawanserei“ in einen kühl anmutenden Nordseestrand mit versteckten Düsen für eine konzentrierte Meersalzzerstäubung sollen einen Kontrapunkt bilden, quasi eine Nord-Oase im tiefen Orient.

Dank nach Roetgen

Über die sommerliche 80-Tage-Durststrecke, die sich dann doch bis tief in den Oktober hineingezogen hat, half auch die enge Zusammenarbeit der Thermen mit der kleineren, aber immer gut besuchten Roetgen-Therme am dortigen Postweg hinweg. Inhaber Stamos Papas, so bedankte sich Jansen am Mittwoch, habe „mit einem sehr guten Angebot“ den Aachener Saunagästen über die schweißfreie Zeit hinweggeholfen.

Papas selbst wies darauf hin, dass das Bade- und Saunathema „sehr wichtig für die gesamte Region“ sei. Es gehe eben nicht darum, sich gegenseitig Kunden abspenstig zu machen, sondern sich gut gegen andere Konkurrenten in der Rheinschiene oder jenseits der Landesgrenze aufzustellen.

Stolz vermelden die Carolus-Thermen-Sanierer ebenfalls, dass das bislang fremdbetriebene Spa ab jetzt wieder in eigener Regie geführt wird. Man habe mit einem bekannten örtlichen Kosmetikhersteller ein entsprechendes Abkommen über die Verwendung der Produkte im Spa-Bereich getroffen. Das passe auch zu dem neuen, wertigen Konzept mit ruhigen Farben und Anspruch auf hohe Qualität.

Die Eingangshalle ziert im Übrigen jetzt ein Gemälde von Künstler Jaro Schlesiona, das einen glitzernden Karl den Großen im Großformat zeigt. Das Karlssiegel hat an allerlei Stellen Eingang in die Therme gefunden, „wir haben das Thema Karl der Große wieder neu für uns entdeckt“, sagt Jansen.

Das Thermen-Bistro Lemon Grass wurde neu gestrichen, soll aber wie die anderen Gastronomien Bella Vista und Mediterraneo nächstes Jahr noch einmal grundsaniert werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert