Container in Haaren: Infos für alle Bürger

Von: Matthias Hinrichs
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Aachen. Spätestens mit dem Beginn der (politischen) Sommerpause hat sich nicht nur die Auseinandersetzung über die Unterbringung von Flüchtlingen in Aachen weitgehend beruhigt, sondern auch die objektive Situation – zumindest vorerst.

Für den Monat Juli soll die Stadt nach derzeitigem Stand 47 weitere Asylsuchende aufnehmen, lediglich fünf Personen sind seither im Dreiländereck angekommen, berichtet Evelin Woelk vom Presseamt auf AZ-Nachfrage.

Damit liegt die Zahl der Menschen, die mehr oder weniger kurzfristig mit Wohnungen versorgt und betreut werden müssen, aktuell bei genau 1015 Personen. Derzeit gibt es laut Woelk noch Kapazitäten für weit über 100 Neuankömmlinge.

Dennoch müssen sich die Bürger insbesondere in Haaren, am Kronenberg und an der Adenauer-allee darauf einrichten, dass bis Jahresende bzw. Anfang 2016 auch sogenannte mobile Wohneinheiten, also Containerbauten, errichtet werden müssen, um den Bedarf mittel- bis langfristig zu decken.

So sollen an der Haarener Laachgasse 33 Container für bis zu 50 Flüchtlinge errichtet werden. In einem Offenen Brief an alle Bürger des Stadtteils hat Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten (CDU) daher jetzt zu einer Info-Veranstaltung in der Grundschule am Haarbach eingeladen.

Corsten wirbt darin um Verständnis für die Situation der Asylsuchenden und damit auch der Handelnden in Politik und Verwaltung. „Wie können wir helfen – was brauchen wir – wie belastbar sind wir?“ – dies seien naturgemäß die wichtigsten Fragen, die sich die Menschen rund um St. Germanus stellten. Großen Dank spricht Corsten zugleich den vielen Haarenern aus, die täglich dazu beitrügen, den Begriff der Willkommenskultur mit Leben zu füllen. „Das ist für unseren Stadtteil beispielhaft, von unschätzbarem Wert“, schreibt der Christdemokrat.

Angst oft aus Unwissenheit

Gleichwohl sei es vorerst leider nicht zu vermeiden, dass „wohl einige Menschen in modularen Wohnbauten leben müssen“. Diese Lösung gefalle vielen nicht, und bei manchen Bürgern schlage die „Hilfsbereitschaft in Angst und Ablehnung um“. Aus zahlreichen Gesprächen wüssten die Politiker im Stadtteil aber, dass derzeit spürbare Verunsicherung und Skepsis vor allem aus Unwissenheit entstünden.

Daher lade die Bezirksvertretung alle Haarener, die sich im Netzwerk der Unterstützer „vor Ort“ engagieren möchten, zum Gespräch und Gedankenaustausch ein. Sozialamtsleiter Heinrich Emonts gibt bei der Veranstaltung aktuelle Informationen über den Stand der Planungen im Bezirk und Wege zur Integration angesichts der zu erwartenden Entwicklung.

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