Comiciade eröffnet mit einem „Bäääm!“

Von: Julias Gröbbels
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Viel mehr als Sprechblasen: Mit zahlreichen begeisterten Gästen – und berühmten Werken der Szene-Stars Ulrich Schröder und Daan Jippes – wurde am Donnerstag Abend die Comiciade im Ludwig Forum eröffnet. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Einmal die Helden der Kindheit, einmal Donald Duck und Mickey Mouse aus nächster Nähe betrachten: Das war der Wunsch, der Donnerstagabend sozusagen mit einem großen „Bäääm!“ viele Besucher zur Eröffnung der Comiciade und insbesondere zur Ausstellung „Duckworks“ ins Ludwig Forum lockte.

Die kunterbunte Schau der Disney-Zeichner Daan Jippes aus den Niederlanden und Ulrich Schröder aus Aachen und mit Wohnsitz in Paris zeigt noch bis Mitte Mai die Skizzen und Zeichnungen der beiden Künstler, die sich weltweit einen Namen gemacht haben. Und nicht nur das: Wer möchte, der hat im Rahmen der ersten Comiciade-Staffel, die noch bis Samstag im Forum, in St. Elisabeth und im Atelier Lake am Blücherplatz 15-27 stattfindet, die Möglichkeit, den Künstlern über die Schulter zu schauen und zu sehen, wie ein Comic entsteht.

Es ist das erste Comic-Fest, das in dieser Form und Größe in Aachen stattfindet. „Insgesamt 2000 Mails, 400 Meter Tischdecke, mehr als 1500 ehrenamtliche Stunden und 30 000 Euro Budget waren nötig, um diese Veranstaltung möglich zu machen“, so die Organisatoren Mario Wagner und Alexander Samsz von der IG Aachener Portal. Bei der Eröffnungsfeier sah man den Organisatoren und ihrem eigens für die Comiciade ins Leben gerufenen Team die große Erleichterung an, die mit dem Auftakt der Comiciade einherging.

Auch Schirmherr OB Marcel Philipp ließ es sich nicht nehmen, seiner Freude über die Eröffnung der Comiciade Ausdruck zu verleihen: „Ich freue mich sehr, dass Frau Dr. Franzen es ermöglicht hat, dass das Ludwig Forum auf diese Weise mit Leben gefüllt wird und dass neben der Sammlung Ludwig auch Raum für eine Kunstform wie diese ist.“

Mehr noch: Die Forum-Direktorin versprach, dass ähnliche Ausstellungen nun alle zwei Jahre an der Jülicher Straße zu sehen sein sollen. „Es gibt viele Einflüsse in der modernen Kunst, wie zum Beispiel bei Roy Lichtenstein, die viel mit dem Comicstil zu tun haben“, so Franzen. Außerdem bewundere sie, dass das Zeichnen von Comics eine Kunstform sei, bei der mehrere Künstler gemeinsam an eine Werk arbeiten.

Neben Schröder und Jippes locken die Organisatoren der Comiciade viele weitere bekannte Stars nach Aachen. Aus Belgien kommen neben den Kult-Comic-Zeichnern Hermann und Walthéry die beiden „Jommeke“-Macher Philippe Delzenne und Gerd van Loock. Aus England trifft der Popeye-Zeichner Roger Langridge ein, aus der Schweiz der Spider-Man-Künstler David Boller.

Neben den vielen internationalen Gästen werden auch lokale Künstler und Newcomer ihre Werke zeigen. Zudem präsentieren Verlage wie Panini und Salleck Publications ihre Neuerscheinungen.

Auch für Familien hält die Comiciade einige Besonderheiten bereit. „Am Familiensonntag lädt das Forum zum Kinder-Comic-Flohmarkt, wo einige Zeichner speziell für die Kinder Comic-Motive zeichnen“, erklärte Brigitte Franzen. Außerdem werde es am Familiensonntag spezielle Führungen und Workshops geben. Der Eintritt für die Familien ist dann kostenlos.

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