„Coffee Stop“ von Misereor an der Heinrich-Heine-Gesamtschule

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Einsatz fürs Soziale und die Umwelt: Die Schüler der Heinrich-Heine-Schule mit Organisatorin Anne Schmalen (links). Foto: Andreas Herrmann

Laurensberg. Der Schultag begann nicht nur mit Kaffee, sondern auch mit dem Gefühl, die Welt ein Stück besser gemacht zu haben. Zumindest in der Heinrich-Heine-Gesamtschule (HHG). Zum sechsten Mal stand im Eingangsbereich der „Coffee Stop“ zugunsten des Hilfswerks Misereor.

Der „Coffee Stop“ ist eine Möglichkeit für Schulen, Unternehmen oder Kirchengemeinden, die Arbeit von Misereor durch den Verkauf von Kaffee zu unterstützen. Letztlich sogar nachhaltig. Denn auch wenn die letzte Tasse Muntermacher getrunken und das Spendengeld überwiesen ist, wissen mehr Menschen etwas über fair gehandelten Kaffee und die Arbeit des Hilfswerks in Ländern des Kaffee-Anbaus.

Schon seit sechs Jahren aktiv

Schulen können so den Stoff aus dem Erdkunde-, Religions- und Gesellschaftslehre-Unterricht praktisch umsetzen. Findet zumindest die Heinrich-Heine-Gesamtschule, die bereits seit sechs Jahren regelmäßig einen „Coffee Stop“ organisiert und sich dem Aachener Hilfswerk grundsätzlich verbunden fühlt. „Die Probleme des Kaffeeanbaus thematisieren wir ohnehin“, erklärte Dr. Leo Gielkens, stellvertretender Schulleiter der HHG. Da sind Monokulturen, Kinderarbeit, aber auch die ungleiche Verteilung auf der Welt nur einige Beispiele.

Eingebettet war der „Coffee Stop“ in einen von fünf Kulturprojekt-Tagen der Schule. Die Saiten-Instrumenten-Gruppe spielt auf Gitarren und der kurdischen Langhalslaute amerikanische Pop-Musik, ein Traumreise-Zimmer wird gestaltet und vieles mehr. Zwischendurch stärken sich Schüler aller Altersklassen am „Coffee Stop“ mit selbst gebackenem Kuchen, Soli-Brot und eben – je nach Alter – mit schwarzem oder milchbraunem koffeinhaltigem Getränk. „Jeder gibt so viel er kann. Die Jüngeren zehn Cent, Ältere auch mal zwei Euro“, freute sich Anne Schmalen, Referendarin in Deutsch und katholische Religion und zusammen mit der 8b Organisatorin des „Coffee Stops“.

Am Aktionstag sind auch die 31 Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklasse der HHG immer mal wieder am Stand zu finden, wie Babacar und Ousmane aus Guinea. Auch wenn sie nicht selbst Erfahrung im Kaffeeanbau haben – über ungleiche Lebensverhältnisse, Armut und Krieg können die minderjährigen Flüchtlinge aus Guinea, Eritrea, Syrien, Afghanistan und Bulgarien so eindrucksvoll berichten, wie es kein Schulbuch vermag. „Wenn sie in die Regelklassen eingegliedert werden, profitieren alle Schüler“, sagte Gielkens.

Und was war mit: Die Welt ein Stück besser machen? Die HHG spendet das eingesammelte Geld für das Misereor-Projekt „Schulen mit neuer Pädagogik“ in Afghanistan. Durch die Unterstützung durch „Containerdienst Creusen“ aus Richterich muss auch nichts mehr für den Einkauf abgezogen werden.

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