„CineCafé – Film mit Frühstück“ feiert Zehnjähriges

Von: Eva Onkels
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Zehn Jahre Cinecafé: Laden auch weiter die Gäste zu einem besonderen cineastischen Erlebnis: Sebastian Stürtz, Birgit Esser und Jürgen Gronberg. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Morgens um 10.30 Uhr einen Film sehen? Für manche eine seltsame Vorstellung – für andere ein soziokulturelles Ereignis. Seit zehn Jahren organisieren das Kino Cineplex, das evangelische Erwachsenenbildungswerk im Kirchenkreis Aachen und die Filmwissenschaftlerin Birgit Esser das sogenannte „CineCafé – Film und Frühstück am Morgen“.

Geboren wurde die Idee 2007. Damals kam Birgit Esser nach Aachen. Sie kannte bereits Jürgen Groneberg, den Leiter des evangelischen Erwachsenenbildungswerks. Die Idee war, eine Filmveranstaltung auf die Beine zu stellen, die ganz im Zeichen der Erwachsenenbildung stünde.

Gemeinsam suchte man den Kontakt zum Cineplex. Daniel Grotensohn, Theaterleiter des Cineplex und somit verantwortlich für unter anderem die Filmauswahl, war schon 2007 von der Idee angetan – und die Besucher auch. Gezeigt wurde in der ersten Vorstellung vor 80 Zuschauern der schwedische Kultfilm „Wie im Himmel“. „Das war gigantisch“, stellten Groneberg und Kinobetreiber Sebastian Stürtz fest, erst recht für eine Auftaktveranstaltung – der Startschuss für eine lange Kooperation.

Anlässlich des Jubiläums kamen jetzt allein zum Frühstück schon 220 Besucher, die Vorstellung im 500 Besucher fassenden Kinosaal war ausverkauft. Nicht jeder, der zum Film kommt, kommt auch zum Frühstück. Mittlerweile ist die Frühstücksvorbereitung Routine. Die Brötchen werden morgens frisch gebracht, denn „Regionalität ist uns wichtig“, so Stürtz. „Es ist immer schön, wenn man sich als gleichberechtigte Partner sieht“, so beschrieb Groneberg die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Akteuren. Beim Publikum sei die Reihe mittlerweile etabliert. „Besonders der persönliche Kontakt ist wichtig“, erklärte Groneberg.

Die Filmwissenschaftlerin Esser gibt vor jedem Film eine kurze Einführung in den jeweiligen Titel. Das schafft ein erweitertes Hintergrundwissen für das Publikum und persönliche Nähe. Gezeigt werden im Übrigen in der Mehrzahl europäische Filme, darunter auch viele deutsche. Verzichtet wird weitestgehend auf amerikanische Produktionen, auf die klassischen Blockbuster ohnehin. Dafür stehen Klassiker der Filmgeschichte und die Highlights der letzten Session auf dem Programm.

Zum Jubiläum gab es eine Komödie: „Willkommen bei den Hartmanns“ aus dem Jahr 2015. Auch wenn der Termin am Donnerstagmorgen eher weniger die jüngeren Leute anzieht und sich das Publikum vermehrt aus Senioren zusammensetzt, wollen die Veranstalter klassisches Seniorenkino vermeiden. „Wir haben eine deutlich größere Vielfalt“, erläuterte Esser. Derzeit sind die Veranstalter mit der Entwicklung der Reihe sehr zufrieden. Weitere zehn Jahre nach dem bewährten Konzept sind so gut wie sicher.

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