Chorbiennale: Starke Stimmen bauen Brücken

Von: Kristina Toussaint
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Pralles Programm: Fritz ter Wey (Junger Chor Aachen, Martin te Laak (Aachener Kammerchor), Harald Nickoll (Carmina Mundi), George Hage (Aachener Bachverein) und Ansgar Menze (Künstlerischer Produktionsleiter, von links) fiebern dem Start der Chorbiennale am morgigen Freitag entgegen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Ein beeindruckendes Programm haben die Macher der fünften Chorbiennale für das zehntägige Festival auf die Beine gestellt: Trotz anfänglichen Unsicherheiten bezüglich der Finanzierung und der Absage einiger Stammchöre finden ab Freitag unter dem Leitmotiv „Bridges“ hochkarätige internationale Konzerte an zahlreichen Orten statt.

Los geht‘s morgen um 20 Uhr mit einer Premiere: Der Aachener Kammerchor unter Leitung von Martin te Laak weiht mit dem Kiewer Credo Kammerchor das Depot Talstraße als Konzertstätte ein. Dabei trifft Jazz auf Klassisches. „Das Konzept ist, dass nie ein Chor allein auf der Bühne steht“, so der künstlerische Produktionsleiter Ansgar Menze. Unter anderen ist aus dem europäischen Ausland dabei: „Mikrokosmos“ aus Vierzon.

„Einer der Spitzenchöre in Frankreich“, so Harald Nickoll, Leiter des Kammerchors „Carmina Mundi“. Im deutsch-französischen Konzert „Advance Democracy“ ist 11. Juni in der Aula Carolina unter anderem Zeitgenössisches wie der Depeche Mode-Hit „Enjoy the silence“ zu hören. Ein weiteres Highlight im Zeichen des Brückenbauens zwischen den Genres: die finnische Formation „Rajaton“ präsentiert am 15. Juni im Theater Jazz, Klassik und Pop.

In 27 Konzerten versammelt die Chorbiennale 112 Chöre mit gut 2000 Aktiven. Neben Kammer- und Großensembles ist das Jazz-Ensemble des Konservatoriums Maastricht, der WDR Rundfunkchor, der Seniorenchor „Der letzte Schrei“ und der Gebärdenchor „HandsUp“ dabei. Und natürlich viele Kinder- und Jugendchöre: unter anderem versammelt das Projekt „Jekiss“ (Jedem Kind seine Stimme) am 10. Juni zwölf Grundschulchöre auf dem Katschhof.

Gestemmt wird das Festival, neben Zuschüssen von Stadt und Städteregion und dem Goethe-Institut, auch durch das hohe bürgerschaftliche Engagement und den neugegründeten Verein der Freunde und Förderer der Chorbiennale. Durch das Auslaufen von Drittmitteln zwar ganz leicht abgespeckt werden, der volle Kalender verspricht dennoch ein reichhaltiges Programm.

Und die abschließende lange Chornacht am 17. Juni kann sogar mit einem Rekord aufwarten: 70 Chöre werden sich zwischen 18 und 24 Uhr sechs Aufführungsstätten teilen – mehr als bei allen Festivals zuvor. Abschließend kommen alle Chöre auf dem Markt zum gemeinsamen musikalischen Brückenschlag zusammen.

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