Chor ab 60 plus: Denn Musik hält jung

Von: Günther Sander
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Hofft auf viele Mitsängerinnen und Mitsänger: Angelika Zaun setzt auf den „Chor 60 Plus“. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Grenzenfrei Spaß am Singen, Erinnerungen an schöne, alte Zeiten, Lebenserfahrung einbringen, dann können Musik und Gesang viel bewegen“. Und genau das hat sich Angelika Zaun (61) aus Brand zum Ziel gesetzt, denn sie möchte einen „Chor 60 plus“ ins Leben rufen. Die Vorstellungen sind klar: „Wer über 60 Jahre alt ist, Freude am Gesang verspürt, der ist bei mir genau richtig“, sagt sie.

Die gebürtige Pfälzerin, lange jedoch schon in Aachen zu Hause, ist Leiterin der Veranstaltung „Sing mit“, die regelmäßig im „Kapellchen“ in Burtscheid stattfindet, wo sich zwischen 100 und 140 sangesfreudige Damen und Herren, im Alter zwischen 20 und 80 Jahren einfinden, um „Spaß an der Freude“ zu haben. Hits, Schlager und Evergreens für alle servieren an diesem Abend zum Mitsingen Angelika Zaun (Gesang) und Elena Henzel (Klavier).

Warum jetzt noch ein „Chor 60 plus“? Zaun leitet auch den bekannten Frauenchor „Die Pfefferschoten“ aus Brand und weiß, dass auch diese netten Damen nicht mehr ganz so jung sind. Der Chor soll nicht überaltern, es reifte in ihr der Gedanke, einen gemischten Chor auf die Beine zu stellen. Und da werden natürlich auch einige „Pfefferschoten“-Damen mit von der Partie sein.

Die Chorleiterin hat zu Ohren bekommen, dass bei manchen Chören, so auch aus Aachen, über 60-jährige Damen und Herren quasi „rausgeschmissen werden.“ Das kann sie überhaupt nicht nachvollziehen, Musik halte doch jung und mache glücklich.

Sie kommt auf das aktuelle Vorhaben einer Chorgründung zu sprechen, ihre Augen leuchten, sie sprüht voller Begeisterung und strahlt eine gehörige Portion Optimismus aus: „Ich rechne schon damit, dass sich 30 bis 40 Interessenten spontan melden und mitmachen möchten.“ Öffentliche Auftritte und Konzerte (Sommer- oder Gemeindefeste, Geburtstage) hat Zaun gezielt ins Auge gefasst. Für alle, die in Chören altersbedingt ins Abseits geraten seien, möchte sie quasi als Auffangbecken bereit stehen und den Damen und Herren neue Möglichkeiten und Sangesfreude bieten.

Klare Vorstellungen hat Angelika Zaun zudem, was die Musikrichtung und das Repertoire angeht. „Ich möchte Oldies und Ohrwürmer wieder aufleben lassen“, sie denkt an Udo Jürgens, Udo Lindenberg, die herrlichen Abba-Songs und auch die Beatles gehören mit in Zauns Planungen. „Selbstverständlich singen wir, wenn gewünscht, auch das eine oder andere alte Volkslied, Opernmelodien und manche Überraschung hat die Chorleiterin noch in petto. Erlaubt sei, was gefalle und gewünscht werde.

Jeweils mittwochs, ab 19 Uhr, soll es im „Kapellchen“, Malmedyer Straße 17, „so richtig lecker gemütlich“ werden. Gestartet wird am 7. September. „Ein strenges Singen wird es nicht geben, ich möchte locker und leger mit den Sängerinnen und Sängern arbeiten.“ Genau nach dem Schema „Sing mit“, wo es von 20 bis 22.30 Uhr ganz schön lustig und fröhlich zugeht. Auf Wunschzetteln können die Teilnehmer mitteilen, was sie in Angriff nehmen möchten.

Für den Chor „60 plus“ wünscht Angelika Zaun sich noch Sponsoren und Gönner, denn ein kleiner Monatsbeitrag müsse entrichtet werden. Übrigens, das Ganze soll natürlich einen richtigen Namen bekommen, „Chor 60 plus“ will sie nicht beibehalten, nur für die Startphase. „Da werden wir noch das Passende finden“, ist sie sicher.

Angelika Zaun freut sich auf Anmeldungen unter der E-Mailadresse kontakt@musikverlag-leopold.de und natürlich telefonisch unter 922117.

Zaun studierte Musikwissenschaft und Germanistik in Heidelberg, dann Gesang, Klavier und musikalische Früherziehung. Als Dozentin für musikalische Früherziehung und Stimmbildung war Zaun in Mainz, Frankfurt und Köln tätig. Mehrere Jahre unterrichtete sie an der Theaterschule Aachen das Fach Gesang. Außerdem unterrichtet sie als selbstständige Musikpädagogin mehrere Kurse in musikalischer Früherziehung. Neben der Leitung des Frauenchors „Die Pfefferschoten“ leitete sie seit 2012 die Veranstaltung „Sing mit“ in Aachen und Düren. Weitere Hobbys: Familie, Wandern, Lesen und Pfälzer Wein.

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