Check-In-Tag: Schule und Berufswelt zusammenbringen

Von: Marie Ludwig
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Machten die Intentionen des Check-In-Tages für interessierte Schüler in der Städteregion deutlich: Hanna Bennemann, Marcel Reuleaux, Dieter Begaß, Wolfgang Spelthahn, Doris Schilling, Wilhelm Grafen, Markus Terodde und Petra Pauli (von links) von den beteiligten Organisationen und Institutionen. Foto: Ralf Roeger

Städteregion. Schule fertig und was dann? Die meisten Schülerinnen und Schüler wählen inzwischen den Weg an eine Uni. Doch das birgt ein ausgewachsenes Problem, denn vielen Handwerksbetrieben fehlt es an Arbeitskräften.

Um diese Entwicklung zu stoppen, hat der Fachbereich Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen zusammen mit der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, den Vereinigten Unternehmerverbänden, der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer, der Regionalagentur und der Städteregion Aachen den Check In-Tag ins Leben gerufen.

Bereits im letzten Jahr konnten Schüler ab der achten Klasse einen ganzen Tag in regionalen Unternehmen verbringen. „Wir möchten mit dem Check In-Tag dem Fachkräftemangel frühzeitig vorbeugen und gleichzeitig Schülern aus der Region einen praxisorientierten Blick in das Berufsleben geben“, sagt Dieter Begaß, Leiter des Fachbereichs für Wirtschaftsförderung. Allein im letzten Jahr konnten 1200 Schüler regionale Unternehmen kennenlernen.

Ob es nun der IT-Bereich, kaufmännische Berufe in einer Bank oder die Arbeit im Chemielabor ist – beim Check-In-Tag können Schüler die verschiedene Ausbildungsberufe einen Tag lang begleiten. Rund 50 Unternehmen aus Stadt und Städteregion öffnen dazu am 30. Juni von 13 bis 17 Uhr ihre Büros und Werkstätten. Insgesamt 26 Schulen werden dieses Jahr teilnehmen. Hautnah können sie dabei sein und bekommen ein besonderes Programm geboten, „denn die Schüler sollen die Ausbildung schmecken, fühlen und riechen“, sagt Begaß.

Zur Auswahl steht eine breite Palette: Die Lebenshilfe Aachen, die Handwerkskammer oder das Polizeipräsidium sind nur einige der Anlaufstellen für die Schüler. Diese können sich vorab über ihre Schule bei den Unternehmen anmelden.

Schirmherren des diesjährigen Check In Tags sind Dieter Philipp, der Präsident der Handwerkskammer Aachen, und Wolfgang Spelthahn vom Zweckverband. Spelthahn ist sich sicher, dass „der Tag ein gelungenes Konzept ist, um junge Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.“

Immer weniger Jugendliche würden wissen, was sie werden wollen. Jeder wolle reich und glücklich werden. Aber wie? Petra Pauli von den Vereinigten Unternehmerverbänden Aachens weiß, dass eine Ausbildung künftig nicht nur gute Jobchancen bietet, sondern auch gute Löhne. Um diese Chancen den Schülern besser vermitteln zu können, sei das persönliche Gespräch A und O. Umso mehr hoffen alle Partner darauf, mit dem Check-In-Tag die schulische Welt mit der Arbeitswelt zusammenzubringen.

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