„Check-in-Day“: Wie wär‘s mit Job als Sonnenschutzmechatroniker?

Von: Marie Eckert
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Laden zum Check-in-Day: von links Dieter Philipp (Präsident Handwerkskammer), Ralf Bruns (Hauptgeschäftsführer VUV), Janine Vreydal (Azubi Aachener Bank), Dieter Begaß (Wirtschaftsförderung Stadt Aachen), Petra Pauli (VUV), Celina Baumann (Auzubi Grünenthal), Gisbert Kurlfinke (IHK Aachen), Vanessa Künstler (Auzubi Grünenthal) und Michael Schmitz (Wirtschaftsförderung). Foto: Stadt Aachen

Aachen. Ausbildungsberufe gibt es viele – so viele, dass manch einer schnell den Überblick verliert. Welcher Schüler denkt schon über eine Berufslaufbahn als Chemikant oder Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker nach?

Um im Ausbildungsdschungel etwas Klarheit für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen und auch, um einen Einblick in den Arbeitsalltag zu gewähren, findet in diesem Jahr zum zweiten Mal der „Check-in-Day“ statt.

50 Unternehmen, 24 Schulen aus der Region und rund 1200 Schülerinnen und Schüler – das sind die Eckdaten zum „Check-in-Day“ im vergangenen Jahr. Einen Nachmittag können Schüler ab der Jahrgangsstufe 8 in den Unternehmen selber in ganz verschiedene Berufsfelder hereinschnuppern und die Firmen wiederum ihre Ausbildungsberufe präsentieren. „Seit einigen Jahren ist die Zahl der Auszubildenden rückläufig“, sagte Dieter Begaß, Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung/Europäische Angelegenheiten der Stadt. Dies liege einerseits an der demografischen Entwicklung, zum anderen daran, dass kontinuierlich mehr Schulabgänger studieren würden. „Die Frage, die wir uns stellen müssen, ist, wieso viele Berufe nicht in den Köpfen der Schüler sind“, meinte Begaß.

Und um auf die Ausbildung zum Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker zurückzukommen: Diese sei laut Begaß zwar nicht so bekannt, aber womöglich aktueller denn je – Stichwort Klimawandel.

Der „Check-in-Day“ findet bewusst außerhalb der Schulzeit am Nachmittag statt, damit der Besuch absolut freiwillig ist. Am Tag selber können die Interessierten in einem oder zwei Unternehmen, die sie sich im Vorfeld ausgesucht haben, Praxiserfahrungen sammeln, Infos zusammentragen und mit Ausbildern und Auszubildenden sprechen. „Es geht darum, die Realität in den Firmen zu sehen und mitzubekommen – etwas, das in der Schule nicht vermittelt wird“, erklärte Ralf Bruns, Hauptgeschäftsführer der Vereinigten Unternehmerverbände.

Organisiert wird die Veranstaltung von der Aachener Wirtschaftsförderung, der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, der Industrie- und Handelskammer Aachen, der Handwerkskammer Aachen und den Vereinigten Unternehmerverbänden sowie der Regionalagentur und der Städteregion. Schirmherren sind Dieter Philipp, Präsident der Handwerkskammer Aachen, und Wolfgang Spelthan, Vorsteher des Zwecksverbands Region Aachen.

Der „Check-in-Day“ findet am 30. Juni von 13 bis 17 Uhr statt – noch bis zum 15. März können sich sowohl Schulen als auch Unternehmen, die ihre Türen für den Nachwuchs öffnen möchten, unter checkin@mail.aachen.de anmelden.

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