Chayenne Löb ist das neue Streuengelchen

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Sie trägt die Krone mit Stolz: Streuengelchen Chayenne wurde von Ulla Schmidt, Marcel Philipp. Pfarrer Andreas Mauritz, Vorsitzendem Detlev Houben, Josef Küntzeler und den kleinen Mitstreiterinnen begleitet. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Fast war alles so wie in jedem Jahr bei der Eröffnung einer Roskirmes. Bei der diesjährigen, bereits 311. allerdings, gab es zwei unerwartete Situationen. Gerade, als sich der Festzug durch das Rosviertel in Bewegung setzen sollte, begann es leicht und zum Glück nur kurz vom Himmel herab zu tröpfeln.

Enttäuschender war da schon, dass jemand die Haustür zum Haus des Sozialwerks Aachener Christen versehentlich zugeworfen hatte und es keinen Schlüssel gab. Drinnen im Erdgeschoss aber sollte traditionell die Vorstellung vor dem in der Rosstraße vorbeiziehenden Festzug stattfinden. Kurz entschlossen entschied der Vorsitzende des Streuengelchen-Vereins, Detlef Houben, dass zunächst der Umzug stattfindet und die Proklamation anschließend im Musikzelt des Alleinunterhalters Geraldo.

So genoss Vorjahresengelchen Julia Sawicki noch einmal in Begleitung von fünf Beiengelchen und drei Zwergen die Rundfahrt durchs Viertel, gefolgt von der Ehrenkutsche mit OB Marcel Philipp, Ulla Schmidt, Pfarrer Andreas Mauritz und Detlef Houben, an die sich der Festzug mit dem Trommler- und Pfeiferkorps Hörn, den Frohen Jakobinern, Gästen vom Verein Henger Herrjotts Fott und Honoratioren der Pfarre St. Jakob anschloss.

Zurückgekehrt, kam für die kleine Chayenne Löb (5) der große Moment: OB Philipp, der mit dem Fahrrad angereist war, Ulla Schmidt und Pastor Mauritz setzten ihr das Engelkrönchen der Vorgängerin auf. Und, wenn bei ihrer Wahl im Mai zum Engelchen gesagt wurde, Chayenne sei ein „ruhiges und fast ein wenig schüchternes Mädchen“, so zeigte sie sich in ihrer neuen Rolle selbstsicher im Auftreten, als ein ausgesprochen fröhliches, glückliches Mädchen, das der Übergabe eines Blumengebindes an die Muttergottes in der Roskapelle entgegenfieberte.

„Die jährliche Roskirmes ist ein Stück Heimat mit Tradition in unserer Stadt“, wandte sich Marcel Philipp an die zahlreich erschienen Öcher. So soll es sein, fuhr er fort: „Wo Menschen einander treffen und zusammen sind, sollen sie auch zusammen feiern“. Ulla Schmidt dankte den Rosianern, dass hier die Tradition noch gepflegt werde. Zugleich dankte sie dem Vereinsvorsitzenden Detlef Houben und seinen fleißigen Helfern. Houben schloss sich diesem Dank an und gab ihn weiter an die Leute, „die man immer im Hintergrund hat“.

Alle schunkelten mit

Kaum hatte Geraldo die Melodie: „Kennst Du das Engelchen hej vajjen Rues“ angestimmt, hakten sich alle Anwesenden unter und sangen schunkelnd im Chor mit.

Wegen starken Regens konnte am Sonntagvormittag die Hl. Messe nicht vor der Roskapelle gefeiert werden und fand deshalb in der Kirche St. Jakob statt. Im Verlauf des Tages besuchte Chayenne Senioren im Altenheim und streute am Nachmittag Bonbons für die Kinder. Stimmungsvoller Gesang aber war Trumpf an allen drei Kirmestagen. Dafür sorgten an den Abenden: Wolfgang Hildebrand, die Öcher Stadtmusikanten, Frank Lavor, Helmut Steinhauer (als Alt-Aachener eigens aus Bayern angereist) sowie Kurt Christ.

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