Charity-Turnier: Matchball für tolles Sozialprojekt

Von: hpl
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Sie schlagen am 27. August im übertragenen, vielleicht auch im wörtlichen Sinn auf: Alois Poquett (rechts), Geschäftsführer der „Wabe“, und Martin Zschirnt, Organisator des Turniers. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Manchmal ist es einfach gut, wenn sich Dinge wiederholen. Wenn sie den Menschen Spaß machen, wenn sie zu sportlicher Aktivität reizen – und vor allem wenn sie zudem noch ein wichtiges soziales Projekt unterstützen. Beim Charity Turnier des TK Kurhaus trifft alles gleichzeitig zu.

Auf ihre Kosten kommen am Sonntag, 27. August, so passive Tennis-Fans, zudem die, die vor allem beim stressfreien Doppelturnier antreten – und der Aachener Hilfsverein „Wabe“ wird beim weiteren Auf- und Ausbau seines Wohnprojektes für wohnsitzlose Frauen unterstützt.

Der Mann, der hinter der Initiative steckt, heißt Martin Zschirnt und darf getrost als geistiger Vater dieses ambitionierten Turniers bezeichnet werden. Ihm kommt es von Anfang an darauf an, das soziale Denken des Klubs mit den Plätzen im Aachener Stadtpark zu dokumentieren. Und so sagt er: „In der Wabe haben wir auch in diesem Jahr wieder den richtigen Partner gefunden. Hier ist alles absolut transparent. Ich habe einfach ein gutes Gefühl dabei.“

Konkret meint er die „Wabe“ als Einrichtung der Diakonie im Allgemeinen genauso wie das aktuelle Projekt für wohnsitzlose Frauen im Speziellen. Im vergangenen Jahr konnte man ein erstes Haus eröffnen. „Durch einen Zufall wurde in diesem Jahr das direkte Nachbarhaus frei“, freut sich „Wabe“-Geschäftsführer Alois Poquett. So ist es bald möglich, ein integrales Konzept zu verwirklichen und für 18 Frauen, die wieder Fuß im normalen Leben fassen wollen, auch normales Wohnen zu ermöglichen. Ganz flexibel, ganz an die individuellen Bedürfnisse angepasst. Personal und Fixkosten bezahlt dabei der Landschaftsverband, die Renovierung muss aber über Spenden finanziert werden.

Und in diesem Punkt schlägt zum zweiten Mal das Charity-Turnier bei der „Wabe“ auf. 7600 Euro sind im vergangenen Jahr zusammengekommen. Und natürlich ist der Anspruch, die Summe zu toppen. Dazu wäre natürlich ideal, wenn alle 64 Starterplätze ausgebucht wären. Gespielt werden in der Zeit von 12 bis etwa 18 Uhr ausschließlich Doppel, die vorher ausgelost werden. Auch wenn der Sport im Vordergrund steht, ist alles nicht so bierernst gemeint. Denn der Modus ermöglicht durchaus, dass die fitte Tennis-Oma mit dem laufstarken Junior ein Team bildet. Gespielt wird mit wechselnden Gegnern und Partnern. Sport und Spaß bewegen sich dabei stets auf Augenhöhe.

Der Weg in den Kurpark lohnt sich aber aus vielen anderen Gründen. Zum Beispiel wegen der großen Tombola mit Preisen im Wert von 5000 Euro. Oder der Versteigerung von Tennisequipment des Bundesliga-Teams des TK Kurhaus. Wie in den vergangenen Jahren gibt es für alle die Möglichkeit, die Geschwindigkeit des eigenen Aufschlags messen zu lassen und andere Tennis-Finessen zu erproben. Und da Gut Hebscheid wie bei den Meisterschaftsspielen fürs Catering sorgt, steht auch einem entspannten Familienausflug in die Anlage nahe der Monheimsallee nichts im Wege.

„Die Kontinuität dieser Veranstaltung ist schön. Für die Organisatoren, für die Teilnehmer und für die Sponsoren“, freut sich Martin Zschirnt aufs Turnier zugunsten der „Wabe“.

Deren Geschäftsführer hat fest vor, selbst mitzuspielen. Trotz einer Knieverletzung, die aus früheren Jahren herrührt. „Ich kann auch mit einem 0:6, 0:6 leben“, lacht Alois Poquett, „egal!“ Sicherlich auch ein Beweis für die Attraktivität des Turniers.

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