Chaos in der City, aber die Kassen klingeln

Von: Oliver Schmetz
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Besetzt: Schon früh gab es in
Besetzt: Schon früh gab es in den Innenstadt-Parkhäusern keine freien Stellplätze mehr. An zahlreichen Kreuzungen staut sich der Foto: Andreas Steindl

Aachen. Es war noch längst nicht Mittag, da stand die Uhr in punkto Parken in der Aachener Innenstadt schon auf fünf nach zwölf. Vor dem Parkhaus in der Jesuitenstraße beispielsweise staute sich das Blech am Samstag bereits vor elf Uhr.

Rot leuchtete das Besetzt-Zeichen, die Schranken blieben unten. Nur ab und zu konnte dort jemand noch einen Parkplatz ergattern, wenn tatsächlich jemand das Parkhaus verließ. Doch das war um diese Zeit die Ausnahme. Denn der Verkehr floss an diesem letzten langen Samstag vor Weihnachten vormittags vornehmlich in eine Richtung - in die City.

Um zwölf ging dann gar nichts mehr. Alle Innenstadt-Parkhäuser waren dicht, und auch an diversen neuralgischen Knotenpunkten staute sich der Verkehr. Zeitweise war das Chaos so groß, dass die Polizei lenkend eingreifen musste, um ansatzweise so etwas wie fließenden Verkehr zu ermöglichen. „An vielen Stellen herrschte nur noch Stop-and-Go-Verkehr”, berichtete Adolf Freh von der Leitstelle der Aachener Polizei. „Die Innenstadt war sehr, sehr gut besucht, um nicht zu sagen: es war voll.”

Warnungen per Lokalradio

Die Polizei hatte da schon längst Radiodurchsagen veranlasst, mit denen die Bürger vor der (PKW-)Fahrt in die verstopfte City gewarnt und zum Umsteigen auf den Bus beziehungsweise zum Ausweichen in Parkhäuser in Randlage bewegt werden sollten.

Mit bescheidenem Erfolg: Wie so oft knubbelte es sich in der Innenstadt, während in den Parkhäusern am Adalbertsteinweg oder am Hauptbahnhof den ganzen Tag über Plätze frei waren. Immerhin blieb das Verkehrschaos ohne schlimmere Folgen. „Bis auf ein paar kleinere Unfälle ist nichts passiert”, bilanzierte Freh.

Und mit den übrigen Folgen des letzten großen Käuferansturms vor Weihnachten konnten vor allem die Geschäftsleute überwiegend gut leben. Denn so wie sich das Blech auf den Straßen staute, stapelten sich vielerorts die Scheine in den Kassen.

„Was der Handel erhofft hatte, ist eingetreten”, bilanzierte der Geschäftsführer des Aachener Einzelhandelsverbandes, Manfred Piana, am Sonntag. „Das war vom Umsatz her der stärkste Adventssamstag in diesem Jahr, besser als im Vorjahr und auch besser als der Samstag vor einer Woche, und der war schon gut.”

Und auch nach dem letzten langen Samstag vor Weihnachten sieht Piana die Zeit zum finalen Kassensturz längst nicht gekommen. „Wir rechnen jetzt noch mit einer starken Woche und vielen Last-Minute-Einkäufen.” Besonders gut gingen in diesem Jahr Haushalts- und Küchengeräte, Spielwaren und Elektonik-Artikel über die Ladentheken, berichtete Piana. Und dann spielte am Ende auch noch das Wetter mit.

„Wegen der etwas winterlicheren Witterung hat auch der Textilbereich zuletzt deutlich zugelegt”, erklärte der Verbandsgeschäftsführer, der die Entwicklung des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts insgesamt als „ausgesprochen positiv” bewertete. Bemerkenswert sei im Übrigen auch gewesen, dass sich der Ansturm der Kaufwilligen über den ganzen Tag verteilt habe, erwähnte Piana noch am Rande.

Doch während die Geschäftsleute deswegen keinen Leerlauf zu verzeichnen hatten, blieb den Polizeibeamten kaum eine Verschnaufpause. Bis gegen 18 Uhr dauerte das Chaos an, erst dann floss der Verkehr langsam wieder - aus der Stadt hinaus.
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