Aachen - Chantal und Manni: Neue Krimikomödie von GRETA

Chantal und Manni: Neue Krimikomödie von GRETA

Von: Marie Ludwig
Letzte Aktualisierung:
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Was für ein Paar: Katrin Wolter spielt die herzzerreißend naive Chantal und Stephen Appleton den nicht weniger verpeilten Manni. Das GRETA-Stück „Zwei wie Bonnie und Clyde... denn sie wissen nicht, wo sie sind“ feiert am 23. Oktober Premiere im RMG. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Schuhkartons stapeln sich bis unter die Decke. Im Lager herrscht Finsternis. Doch da taumeln plötzlich zwei Personen durch die Schuhberge und suchen nach dem Lichtschalter. Es sind Chantal und Manni. Die beiden – alias Bonnie und Clyde – träumen vom großen Geld, einer Heirat in Las Vegas, und einer sorgenfreien Rente in Südamerika.

Und weil das schließlich nicht ohne Geld geht, müssen sie eine Bank überfallen! Ein Kinderspiel?

Wenn die Beifahrerin auf der Flucht die Straßenkarten gelesen hätte und wenn in der geklauten Tüte das Geld gewesen wäre und nicht Fertigessen, Kaffee und Klopapier, dann, ja dann wäre es ein Kinderspiel geworden. Doch Chantal und Manni sind wie geborenen für jegliche Pannen, aber so schnell geben sie nicht auf…

Groteske Abenteuer

„Zwei wie Bonnie und Clyde…denn sie wissen nicht, wo sie sind“ heißt die neue Krimikomödie von GRETA – dem jungen Grenzlandtheater Aachens. Unter der Regie von Timo Hübsch spielen Katrin Wolter (32), die herzzerreißend naive Chantal und Stephen Appleton (35), den nicht weniger verpeilten Manni. Im 30er-Jahre-Outfit mit Doc Martens und Hosenanzug mit Trägern erlebt das Gaunerpaar ein groteskes Abenteuer, bei dem mit viel Witz die Lage immer verzwickter und verrückter wird.

„Ich will aber Schuhe“, quengelt Chantal und lässt sich nur wiederstrebend von Manni einen Schuhkarton aus den Händen ziehen. Seit dem 16. September probt das Duo hart. „Das Schwierigste ist, die Charaktere nicht zu platt werden zu lassen“, sagt Stephen Appleton. Im Team hätten sie immer wieder daran gearbeitet, die Figuren nicht einseitig motzig oder naiv zu spielen. Intendant Uwe Brandt begrüßt diese harte Arbeit: „Die Geschichte muss glaubhaft sein – und das Publikum zum Lachen zu bringen, ist eine hohe Kunst, besonders bei Jugendlichen.“ D

enn das Theaterstück ist vor allem für alle ab 14 gedacht. Auch in diesem Jahr wurden die Theaterproben von Theaterpädagogin Anja Geurtz und einer neunten Klasse begleitet. „Wir machen durch dieses Projekt die Theaterarbeit für Jugendliche sichtbar und vertiefen das Stück“, erklärt Geurtz. Die Schüler hätten eine Menge Identifikationsmöglichkeiten in den Rollen entdeckt. Das Reflektieren helfe. Zwar sicherlich nicht für einen geplanten Bankraub, dafür aber im richtigen Leben.

Am Freitag, 23. Oktober, findet die Premiere im Rhein-Maas-Gymnasium in Aachen statt.

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