Aachen - Chancen und Risiken in sozialen Netzwerken

Chancen und Risiken in sozialen Netzwerken

Von: kaa
Letzte Aktualisierung:
Was bringen Facebook, Xing&
Was bringen Facebook, Xing&Co Unternehmern? Bernd Steinbrecher und Dr. Frank Neuß informierten. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. In Deutschland verbringen rund 39,4 Millionen Menschen täglich Zeit im Netz. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter oder auch die Videoplattform Youtube.

Rund 23 Millionen Bundesbürger haben sich einen Facebook-Account eingerichtet, etwa 10 Millionen nutzen ihn täglich. Auch für Unternehmen bieten die sozialen Netzwerke neue Möglichkeiten, direkter mit ihren potenziellen Kunden zu kommunizieren.

Doch was können soziale Netzwerke wirklich? Wo liegen die Chancen und wo die Risiken?

Zur Klärung dieser Fragen lud die Aachener Anwaltskanzlei Stein und Partner im Rahmen ihrer Vortragsreihe „Recht verständlich” mittelständische Unternehmen der Region zum Vortrag über Facebook, Xing & Co. ein. Frank Neuss, in der Kanzlei unter anderem Experte für Wettbewerbs- und Urheberrecht, führte mit Bernd Steinbrecher von der Werbeagentur Power und Radach durch den Abend. „Die wichtigste Frage, die Unternehmen für sich erst einmal klären sollten, ist, ob diese Art der Kundenkommunikation überhaupt zu ihnen passt”, erklärte Steinbrecher. Denn auch für die Präsenz in den sozialen Netzwerken gilt, nur ein gut durchdachtes Konzept ist für Anbieter wie für Nutzer sinnvoll.

Ist die Entscheidung für ein Engagement in den sozialen Netzwerken gefallen, gilt es im Vorfeld, auch die rechtlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Wem gehören Texte und Fotos, die verwendet werden? Sind es nicht selbst verfasste Texte oder eigene Fotos, ist das Einverständnis des Rechteeigentümers einzuholen. Und auch wenn die Fotos selbst geschossen sind, ist entscheidend, was darauf zu sehen ist. Das gilt besonders für abgebildete Personen. Auch hier muss das Einverständnis der Abgelichteten vorliegen. Ebenso unzulässig sind Schleichwerbung oder das Versenden von E-Mail-Werbung oder Newslettern an Nutzer, die die „Gefällt Mir”-Funktion betätigt haben.

Eine weitere Stolperfalle besteht im Impressum. Im deutschen Recht besteht für Online-Veröffentlichungen eine Anbieterkennzeichnung, die für den Nutzer sofort erkennbar und einfach zu erreichen sein muss. Da Facebook ein amerikanisches Unternehmen ist, wird diese Funktion im Dienst nicht berücksichtigt. Hier ist also ein bisschen Improvisationstalent gefragt, denn einfach Weglassen geht nicht. Sind alle Aspekte berücksichtigt, steht einem erfolgreichen Facebook-Auftritt nichts mehr im Wege.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert