Certamen Carolinum 2017: Preisverleihungsfeier an der Aula Carolina

Certamen Carolinum 2017: Auch junge Leute haben Spaß an alten Sprachen

Von: Nina Krüsmann
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Marco Sievert übergibt einen Sonderpreis an Cordula Schardt. Foto: Nina Krüsmann
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Hermann Krüssel von Pro Lingua Latina beglückwünscht Preisträgerin Lara Nowak Foto: Nina Krüsmann

Aachen. Dass die sogenannten alten Sprachen alles andere als tot sind, merkte man beim Certamen Carolinum 2017 sehr schnell: Die jungen Menschen, die bei der Preisverleihungsfeier des Landesschülerwettbewerbs Alte Sprachen NRW in der Aula Carolina des Kaiser-Karls-Gymnasiums Aachen im Blickpunkt standen, untermauerten die Lebendigkeit von Latein und Griechisch eindrucksvoll.

Der ausrichtende Verein zur Förderung der alten Sprachen unter Vorsitz von Professor Max Kerner finanziert das Certamen Carolinum, den nordrhein-westfälischen Altsprachenwettbewerb für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Ziel aller Bemühungen ist laut Kerner nach außen zu zeigen, dass die sogenannten alten Sprachen nicht tot sind und dass die Beschäftigung mit ihnen auch im 20. Jahrhundert sinnvoll ist. Für die Teilnehmer soll der Wettbewerb ein Anreiz sein, sich über den Unterricht hinaus mit der Antike zu beschäftigen.

„Nach mehr als 30 Jahren mit rund 100 Teilnehmern pro Durchgang hat sich gezeigt, dass der Wettbewerb natürlich nicht die Breitenwirkung wie etwa ‚Jugend forscht‘ hat. Aber er motiviert Schüler, sich in ihrer Freizeit mit der Antike zu beschäftigen und ihre Bedeutung für uns heute zu erkennen“, betonte Kerner.

Unter den vielen vergebenen Preisen an Teilnehmer aus ganz NRW gilt der Preis der Studienstiftung des deutschen Volkes als herausragend. Einer ging an Adrian Grimpe vom Mariengymnasium in Warendorf, der sich in seiner Facharbeit mit den Gründervätern der USA und George Washington im Vergleich zum römischen Geschichtsschreiber Titus Livius beschäftigte. Stellvertretend für die anderen zwölf Finalisten hielt er auch den Festvortrag. In Auswahlgesprächen, Fachvorträgen und deren Verteidigung hatte Adrian Grimpe sich einer Fachjury gestellt.

Marco Sievert, Vorsitzender der Vereinigung der ehemaligen Schülerinnen und Schüler des KKG, würdigte die Leistungen von Cordula Schardt aus Duisburg mit einem Sonderpreis. Den Preis des am Bischöflichen Pius Gymnasium ansässigen Vereins Pro Lingua Latina überreichte der Vorsitzende Hermann Krüssel an Lara Nowak aus Düsseldorf.

KKG-Schulleiter Jürgen Bertram und die Aachener Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt begrüßten die Gäste und untermauerten den Stellenwert des Wettbewerbs, der außer vom Verein zur Förderung der Alten Sprachen in Schulen e.V. auch von der Stadt Aachen und dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW unterstützt wird. Das Orchester des KKG sorgte für die musikalische Begleitung der rund zweieinhalbstündigen Preisverleihung.

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